... newer stories
Montag, 22. Juli 2013
klauspfrommer, 22:14h
Es waren schöne Tage aber manchmal auch traurige Tage. Abschied hing fast an jedem Tag der letzten Wochen in der Luft. Mein kleiner Freund hat mich am vergangenen Freitag verlassen müssen. Der Krebs hat Ihn besiegt. Bereits nach der niederschmetternden Krebsdiagnose meines Katers stand für mich fest, dass ich irgendwann über Leben oder Tod entscheiden muss. Oft habe ich mir gewünscht, dass dieser Tag nie kommen möge – doch innerlich wusste ich es besser. Viele haben mir gesagt, dass ich das nicht könnte und jemand anders für mich entscheiden müsste. Ich wollte ihm auf keinen Fall zu früh das Leben nehmen, ihn aber auch nicht unnötig leiden lassen. Der Tumor, der die Bindehaut des rechten Auges befallen hatte wucherte unaufhaltsam und nahm ihm das Blickfeld des Auges. Die Schmerzmittel, die ich ihm mit dem Fressen gab, nahm er gerne an. Letzten Endes drückte der Tumor gegen den Sehnerv. Das führte dazu, dass er auch auf dem linken Augen nichts mehr oder nur noch schemenhaft sah. Das war der Augenblick von dem ich mir wünschte, er möge nie kommen. Um ihm nun weiteres Leid zu ersparen, hatte ich mich entschlossen ihn einschläfern zu lassen. Meine Tierärztin hatte schon vor Wochen zugesagt, dass sie zu mir nach Hause kommt. Es war mein Wunsch, dass Teddy in seiner vertrauten Umgebung einschlafen darf. Es war genau der richtige Zeitpunkt. Da er nun blind geworden war hätte er als nächste das Fressen verweigert, da er nur noch das Futter über seinen Geruchsinn gefunden hätte. Wer weiß wie lange?
Teddy - ich werde dich vermissen. Du hast mir sehr oft Freude bereitet. Bist zu mir gekommen und dir Streicheleinheiten abgeholt. Hast mich manchmal getröstet wenn es mir schlecht ging. Du konntest mich aber auch sehr gut ignorieren wenn dir danach war.
An eine kleine Anekdote in den letzten Wochen werde ich mich gerne erinnern. Es war vor einem schweren Gewitter. Teddy war draußen im Garten. Eine halbe Stunde bevor das Unwetter losging kam er herein. Ganz unüblich für ihn zu dieser Zeit rein zu kommen. Ich wunderte mich etwas. Wenig später ging es los. Es begann zu winden und Blitz und Donner wechselten sich ab. Der siebte Sinn meines Katers funktionierte immer noch zuverlässig. Er verkroch sich im Wohnzimmer zwischen einer Kommode und der Wand und kauerte ängstlich in der Ecke. Ich konnte ihn nicht hervor locken. Das Gewitter machte ihm zu viel Angst. Er blickte mich mitleidig an, gleichzeitig gab er mir aber auch das Gefühl, hier bin ich sicher und fühle mich geborgen. Also ließ ich ihn in Ruhe. Ich machte es mir mit einem Buch auf der Couch gemütlich. Nur die Leselampe brannte. Das Gewitter war gewaltig und dauerte eine ganze Zeit lang. Dann verzog es sich langsam. Das merkte auch Teddy und er kam wieder aus seinem Versteck hervor und sprang zu mir auf die Couch, wo er sich an meine Beine schmiegte und gemütlich schnurrte. Es war schön und diese Augenblicke werde ich sicher vermissen.
Das scheint jetzt schon Ewigkeiten her zu sein, das ich versucht habe jeden Tag mit meinem Kater so intensiv wie möglich zu verbringen ihn aber auch die Ruhe und Freiheit zu lassen, die er immer liebte. Mach es gut mein kleiner Freund. Jetzt hast du keine Schmerzen mehr und musst auch kein Angst mehr haben.

Teddy - ich werde dich vermissen. Du hast mir sehr oft Freude bereitet. Bist zu mir gekommen und dir Streicheleinheiten abgeholt. Hast mich manchmal getröstet wenn es mir schlecht ging. Du konntest mich aber auch sehr gut ignorieren wenn dir danach war.
An eine kleine Anekdote in den letzten Wochen werde ich mich gerne erinnern. Es war vor einem schweren Gewitter. Teddy war draußen im Garten. Eine halbe Stunde bevor das Unwetter losging kam er herein. Ganz unüblich für ihn zu dieser Zeit rein zu kommen. Ich wunderte mich etwas. Wenig später ging es los. Es begann zu winden und Blitz und Donner wechselten sich ab. Der siebte Sinn meines Katers funktionierte immer noch zuverlässig. Er verkroch sich im Wohnzimmer zwischen einer Kommode und der Wand und kauerte ängstlich in der Ecke. Ich konnte ihn nicht hervor locken. Das Gewitter machte ihm zu viel Angst. Er blickte mich mitleidig an, gleichzeitig gab er mir aber auch das Gefühl, hier bin ich sicher und fühle mich geborgen. Also ließ ich ihn in Ruhe. Ich machte es mir mit einem Buch auf der Couch gemütlich. Nur die Leselampe brannte. Das Gewitter war gewaltig und dauerte eine ganze Zeit lang. Dann verzog es sich langsam. Das merkte auch Teddy und er kam wieder aus seinem Versteck hervor und sprang zu mir auf die Couch, wo er sich an meine Beine schmiegte und gemütlich schnurrte. Es war schön und diese Augenblicke werde ich sicher vermissen.
Das scheint jetzt schon Ewigkeiten her zu sein, das ich versucht habe jeden Tag mit meinem Kater so intensiv wie möglich zu verbringen ihn aber auch die Ruhe und Freiheit zu lassen, die er immer liebte. Mach es gut mein kleiner Freund. Jetzt hast du keine Schmerzen mehr und musst auch kein Angst mehr haben.

... link (0 Kommentare) ... comment
Sonntag, 26. Mai 2013
klauspfrommer, 22:44h
Da sitzt sie nun auf gepackten Koffern und wartet, dass die Reise endlich losgeht. Elke wird langsam ungeduldig. Sie möchte, dass ihre Geschichte erzählt wird. Noch ist es nicht soweit und im Moment glaube ich auch nicht, dass der richtige Zeitpunkt ist.
Mein Blick geht nach vorne nicht zurück. Ich habe selbst gesagt, dass das Leben ständigen Veränderungen unterworfen ist und daß es gut so ist. Ganz so einfach ist es aber nicht und ich will auch nicht Alles bedingungslos und ohne "Kampf" akzeptieren.
Meine Aufmerksamkeit gilt im Moment meinem vierbeinigen Begleiter - seit nunmehr 11 Jahren ein Teil meines Lebens.
Mein Kater Teddy, ein waschechter Maine Coon. Er ist sehr krank. Zuerst dachte ich an eine Bindehauterkrankung – diese wurde allerdings nicht besser sondern der Zustand seines rechten Auges wurde immer schlimmer. Eine eingehende Untersuchung brachte ein schreckliches Ergebnis. Er ist unheilbar an Krebs erkrankt. Karzinom auf den Schleimhäuten. Eine besonders bösartige Krebserkrankung.
Er ist jetzt 12 Jahre alt. Auf menschliche Jahre umgerechnet 70. Ein schönes Alter.
War er einst ein stolzer und anmutiger Kater, so sitzt er heute oft zusammengekauert vor der Terrassentür und blickt wehmütig umher. In diesen Augenblicken denke ich - es wäre schön einmal in die Gedankenwelt dieses Katers Einblick zu haben. Woran denkt er? Was nimmt er wahr? Erinnert er sich an frühere Zeiten? Weiß er, wie schwer er erkrankt ist?
Wie lange uns noch bleibt, das weiß ich nicht. Ich versuche ihn zu verwöhnen und das Beste zu geben. Mit einem Jahr habe ich ihn aus dem Tierheim geholt. Ich weiß, dass er ein schönes Leben bei mir hatte und hat.
Nun gibt es gute Tage und es gibt schlechte Tage. Über die guten Tage freue ich mich. Die Schlechten stimmen mich traurig, da ich weiß, dass er mich in naher Zukunft verlassen wird (vielleicht belehrt er mich aber auch eines Besseren).
Ich sehe mir öfter alte Bilder an die mir Freude bereiten. Sein Kumpel, ebenfalls ein Stubentiger aus dem Tierheim (er war jünger als Teddy), hat uns schon vor Jahren verlassen.
Irgendwann werden die Beiden wieder gemeinsam durch die Gegend stromern und Abenteuer erleben. Sylvester und Teddy – ein tolles Team. Sie werden Tom und Fluse treffen, zwei Perser eine Generation älter als sie.
Der Blick zurück ist schön gleichzeitig reißen aber auch alte Wunden auf.
Doch zurück zu Elke. Da sitzt sie nun und wartet auf eine Reise in die Vergangenheit. Ich muss sie aber fragen: Willst du wirklich die Reise unternehmen? Möchtest du die Freuden der Vergangenheit noch einmal erleben? Bist du aber auch bereit die Schmerzen und die Trauer jener Zeit noch einmal zu ertragen?
Wir werden sehen wie sie sich entscheidet.
Ich jedenfalls möchte noch „eine kleine Zeit“ das Leben mit meinem Kater genießen.


Mein Blick geht nach vorne nicht zurück. Ich habe selbst gesagt, dass das Leben ständigen Veränderungen unterworfen ist und daß es gut so ist. Ganz so einfach ist es aber nicht und ich will auch nicht Alles bedingungslos und ohne "Kampf" akzeptieren.
Meine Aufmerksamkeit gilt im Moment meinem vierbeinigen Begleiter - seit nunmehr 11 Jahren ein Teil meines Lebens.
Mein Kater Teddy, ein waschechter Maine Coon. Er ist sehr krank. Zuerst dachte ich an eine Bindehauterkrankung – diese wurde allerdings nicht besser sondern der Zustand seines rechten Auges wurde immer schlimmer. Eine eingehende Untersuchung brachte ein schreckliches Ergebnis. Er ist unheilbar an Krebs erkrankt. Karzinom auf den Schleimhäuten. Eine besonders bösartige Krebserkrankung.
Er ist jetzt 12 Jahre alt. Auf menschliche Jahre umgerechnet 70. Ein schönes Alter.
War er einst ein stolzer und anmutiger Kater, so sitzt er heute oft zusammengekauert vor der Terrassentür und blickt wehmütig umher. In diesen Augenblicken denke ich - es wäre schön einmal in die Gedankenwelt dieses Katers Einblick zu haben. Woran denkt er? Was nimmt er wahr? Erinnert er sich an frühere Zeiten? Weiß er, wie schwer er erkrankt ist?
Wie lange uns noch bleibt, das weiß ich nicht. Ich versuche ihn zu verwöhnen und das Beste zu geben. Mit einem Jahr habe ich ihn aus dem Tierheim geholt. Ich weiß, dass er ein schönes Leben bei mir hatte und hat.
Nun gibt es gute Tage und es gibt schlechte Tage. Über die guten Tage freue ich mich. Die Schlechten stimmen mich traurig, da ich weiß, dass er mich in naher Zukunft verlassen wird (vielleicht belehrt er mich aber auch eines Besseren).
Ich sehe mir öfter alte Bilder an die mir Freude bereiten. Sein Kumpel, ebenfalls ein Stubentiger aus dem Tierheim (er war jünger als Teddy), hat uns schon vor Jahren verlassen.
Irgendwann werden die Beiden wieder gemeinsam durch die Gegend stromern und Abenteuer erleben. Sylvester und Teddy – ein tolles Team. Sie werden Tom und Fluse treffen, zwei Perser eine Generation älter als sie.
Der Blick zurück ist schön gleichzeitig reißen aber auch alte Wunden auf.
Doch zurück zu Elke. Da sitzt sie nun und wartet auf eine Reise in die Vergangenheit. Ich muss sie aber fragen: Willst du wirklich die Reise unternehmen? Möchtest du die Freuden der Vergangenheit noch einmal erleben? Bist du aber auch bereit die Schmerzen und die Trauer jener Zeit noch einmal zu ertragen?
Wir werden sehen wie sie sich entscheidet.
Ich jedenfalls möchte noch „eine kleine Zeit“ das Leben mit meinem Kater genießen.


... link (0 Kommentare) ... comment
Montag, 15. April 2013
klauspfrommer, 22:54h
Das war nun wirklich kein Happy-End. Viele wünschen sich immer ein glückliches Ende. Doch das Leben ist manchmal grausam. Ich bin es auch. Mußte doch einer meiner Hauptfiguren sterben. Nun wollen wir Anita die Ruhe gönnen, die sie nötig hat um sich wieder voll dem Leben zu stellen. Was mich im Moment mehr interessiert ist eigentlich, weshalb Elke genau nach Freiburg ging. War es wirklich nur die Liebe? Was hat sie dort erlebt und war der Ausrutscher von ihrem Freund wirklich der einzige Grund für ihre Rückkehr, so wie ich es in "Verspielte Träume" angedeutet habe. Elke wird der Mittelpunkt einer meiner nächsten Erzählungen werden. Zunächst gönne ich mir eine kleine Pause um mal wieder ein wirklich gutes Buch zu lesen. Zudem möchte ich etwas an "Schutzengel" weiter arbeiten.
Eine Idee von mir ist alle meine Erzählungen miteinaner zu verbinden. Das wird sicher nicht einfach werden, da sie zum Teil in unterschiedlichen Zeitepochen spielen. Seit Jahren habe ich ein Manuskript in der Schublade, welches ich bereits ein paar Mal überarbeitet und umgeschrieben habe - "A.P.". Eine Mischung aus Fantasy und Horror. Das zu integrieren wird bestimmt nicht einfach werden. Vielleicht gelingt es mir. Zumindest bin ich - noch - zuversichtlich.
Eine Idee von mir ist alle meine Erzählungen miteinaner zu verbinden. Das wird sicher nicht einfach werden, da sie zum Teil in unterschiedlichen Zeitepochen spielen. Seit Jahren habe ich ein Manuskript in der Schublade, welches ich bereits ein paar Mal überarbeitet und umgeschrieben habe - "A.P.". Eine Mischung aus Fantasy und Horror. Das zu integrieren wird bestimmt nicht einfach werden. Vielleicht gelingt es mir. Zumindest bin ich - noch - zuversichtlich.
... link (0 Kommentare) ... comment
... older stories