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Freitag, 22. Februar 2013
klauspfrommer, 21:35h
15. Kapitel
Viel zu schnell war die erste Woche vorüber und sie mussten den Mietwagen wieder abgeben. In zwei Tagen stand aber noch der Ausflug nach La Gomera auf dem Plan. Außerdem war jetzt jeden Tag Strand und Meer angesagt. Anita wollte unbedingt noch etwas Bräune bekommen. Markus hingegen hatte eben zu kämpfen, dass er keinen Sonnenbrand bekam. Sie vermieden es während der Mittagsstunden in der prallen Sonne zu liegen. Zu dieser Zeit nutzten sie den Hotelpool. Auf Liegen im Schatten von Palmen hatten sie es sich gemütlich gemacht.
„Der Urlaub fliegt ja nur so dahin“, resümierte Anita, „unsere Ausflüge haben mir unheimlich viel Spaß gemacht.“
„Wir haben den Ausflug nach La Gomera ja noch vor uns. Ich bin gespannt wie der wird.“
„Am meisten freue ich mich auf die Fahrt mit dem Fährschiff. Allerdings hoffe ich, dass es keine hohen Wellen gibt. Nicht dass ich noch seekrank werde. Zurzeit ist mir morgens sowieso immer etwas übel.“
„Liegt bestimmt am ungewohnten Essen“, beruhigte Markus seine Freundin und streichelte ihre Hand.
„Du hast bestimmt recht. Ich geh’ eine Runde schwimmen.“
Anita sprang von ihrer Liege hoch. Auf diese Weise wollte sie die trüben Gedanken, die gerade in ihr aufzukeimen versuchten, direkt verdrängen.
Mit einem Satz sprang sie in den Pool. Das Wasser war erfrischend. Sie tauchte unter. Für einen kurzen Augenblick war sie ganz alleine.
Nach dem Auftauchen wandte sie sich in Richtung der Liegestühle. Markus machte keine Anstalten ihrem Beispiel zu folgen. Er winkte ihr nur zu. So schwamm sie gemütlich den Pool entlang. Es waren nur wenige Hotelgäste mit am Pool und im Wasser. Nach einer viertel Stunde stieg sie aus dem Wasser und ging zu Markus. Er war eingenickt. Sie legte sich auch wieder hin und döste kurze Zeit später ein.
Abends pulsierte das Nachtleben in den Kneipen und den Discotheken. Das Paar ging immer woanders hin oder sie machten an der Strandpromenade Spaziergänge.
Der Ausflug nach La Gomera war überaus reizvoll. Schon die Überfahrt war gigantisch. Sie konnten sogar ein paar Delphine im Meer beobachten. Die kleine Schwesterninsel von Teneriffa war für Beide ein Kleinod. Noch abwechslungsreicher von der Vegetation her. Auch dieser Tag verging wie im Fluge.
Am letzten Tag vor ihrer Abreise kaufte Anita noch ein paar Souvenirs. In der Nähe war gerade Markt. Dort fand sie einiges das ihr gefiel. Die vielen Menschen waren Markus hingegen zuwider. Es war ein furchtbares Gedränge. Seine Freundin schien dies allerdings nicht zu stören.
"Das ist mir alles zuviel", sagte Markus.
"Es gibt noch so viel zu sehen."
Markus bat seine Freundin darum zu gehen. Doch sie wollte nicht. Er schlug deshalb vor, dass er ins Hotel zurück ging. Sie konnte derweil noch über den Markt bummeln und später nachkommen. Anita war damit einverstanden und so gingen sie getrennte Wege.
Den letzten Abend verbrachten sie am Strand. Anita war etwas schwer ums Herz. Sie wusste eine sehr schöne Zeit ging zu Ende. Sie saß im Sand lehnte sich an Markus und blickte in den Sonnenuntergang.
'Wird es auch noch so harmonisch sein wenn wir wieder Zuhause sind.'
Markus schien ihre Gedanken lesen zu können denn er flüsterte:
„So soll es ab jetzt immer sein.“
Er streichelte Anita durchs Haar. Seine Lippen näherten sich ihren. Er küsste sie leidenschaftlich und innig. Es war schon lange dunkel als sie ins Hotel zurückkehrten.
Am anderen Morgen hatten die Beiden viel zu tun. Sie mussten ihre Koffer packen und aufpassen, dass sie nichts vergaßen. Das war gar nicht so einfach. Mehr als sie gewollt hatte, hatte Anita gekauft. Doch sie konnte gerade noch alles in ihren Taschen verstauen. Etwas wehmütig wurde ihr es ums Herz als sie den Zimmerschlüssel an der Rezeption abgaben und nach draußen gingen. Der Bus würde gleich schon kommen um sie abzuholen und zum Flughafen zu bringen. Das alte Ehepaar sahen sie nicht mehr. Sie hatten wohl einen längeren Aufenthalt gebucht.
Um kurz nach 10.00 Uhr hob das Flugzeug ab. Als sie schon längst in der Luft waren warf Anita einen letzten sehnsüchtigen Blick auf die Insel. Es ging nach Hause. Die Frau wusste zu diesem Zeitpunkt noch nicht welch schreckliche Zeiten auf sie zukommen sollten.
Viel zu schnell war die erste Woche vorüber und sie mussten den Mietwagen wieder abgeben. In zwei Tagen stand aber noch der Ausflug nach La Gomera auf dem Plan. Außerdem war jetzt jeden Tag Strand und Meer angesagt. Anita wollte unbedingt noch etwas Bräune bekommen. Markus hingegen hatte eben zu kämpfen, dass er keinen Sonnenbrand bekam. Sie vermieden es während der Mittagsstunden in der prallen Sonne zu liegen. Zu dieser Zeit nutzten sie den Hotelpool. Auf Liegen im Schatten von Palmen hatten sie es sich gemütlich gemacht.
„Der Urlaub fliegt ja nur so dahin“, resümierte Anita, „unsere Ausflüge haben mir unheimlich viel Spaß gemacht.“
„Wir haben den Ausflug nach La Gomera ja noch vor uns. Ich bin gespannt wie der wird.“
„Am meisten freue ich mich auf die Fahrt mit dem Fährschiff. Allerdings hoffe ich, dass es keine hohen Wellen gibt. Nicht dass ich noch seekrank werde. Zurzeit ist mir morgens sowieso immer etwas übel.“
„Liegt bestimmt am ungewohnten Essen“, beruhigte Markus seine Freundin und streichelte ihre Hand.
„Du hast bestimmt recht. Ich geh’ eine Runde schwimmen.“
Anita sprang von ihrer Liege hoch. Auf diese Weise wollte sie die trüben Gedanken, die gerade in ihr aufzukeimen versuchten, direkt verdrängen.
Mit einem Satz sprang sie in den Pool. Das Wasser war erfrischend. Sie tauchte unter. Für einen kurzen Augenblick war sie ganz alleine.
Nach dem Auftauchen wandte sie sich in Richtung der Liegestühle. Markus machte keine Anstalten ihrem Beispiel zu folgen. Er winkte ihr nur zu. So schwamm sie gemütlich den Pool entlang. Es waren nur wenige Hotelgäste mit am Pool und im Wasser. Nach einer viertel Stunde stieg sie aus dem Wasser und ging zu Markus. Er war eingenickt. Sie legte sich auch wieder hin und döste kurze Zeit später ein.
Abends pulsierte das Nachtleben in den Kneipen und den Discotheken. Das Paar ging immer woanders hin oder sie machten an der Strandpromenade Spaziergänge.
Der Ausflug nach La Gomera war überaus reizvoll. Schon die Überfahrt war gigantisch. Sie konnten sogar ein paar Delphine im Meer beobachten. Die kleine Schwesterninsel von Teneriffa war für Beide ein Kleinod. Noch abwechslungsreicher von der Vegetation her. Auch dieser Tag verging wie im Fluge.
Am letzten Tag vor ihrer Abreise kaufte Anita noch ein paar Souvenirs. In der Nähe war gerade Markt. Dort fand sie einiges das ihr gefiel. Die vielen Menschen waren Markus hingegen zuwider. Es war ein furchtbares Gedränge. Seine Freundin schien dies allerdings nicht zu stören.
"Das ist mir alles zuviel", sagte Markus.
"Es gibt noch so viel zu sehen."
Markus bat seine Freundin darum zu gehen. Doch sie wollte nicht. Er schlug deshalb vor, dass er ins Hotel zurück ging. Sie konnte derweil noch über den Markt bummeln und später nachkommen. Anita war damit einverstanden und so gingen sie getrennte Wege.
Den letzten Abend verbrachten sie am Strand. Anita war etwas schwer ums Herz. Sie wusste eine sehr schöne Zeit ging zu Ende. Sie saß im Sand lehnte sich an Markus und blickte in den Sonnenuntergang.
'Wird es auch noch so harmonisch sein wenn wir wieder Zuhause sind.'
Markus schien ihre Gedanken lesen zu können denn er flüsterte:
„So soll es ab jetzt immer sein.“
Er streichelte Anita durchs Haar. Seine Lippen näherten sich ihren. Er küsste sie leidenschaftlich und innig. Es war schon lange dunkel als sie ins Hotel zurückkehrten.
Am anderen Morgen hatten die Beiden viel zu tun. Sie mussten ihre Koffer packen und aufpassen, dass sie nichts vergaßen. Das war gar nicht so einfach. Mehr als sie gewollt hatte, hatte Anita gekauft. Doch sie konnte gerade noch alles in ihren Taschen verstauen. Etwas wehmütig wurde ihr es ums Herz als sie den Zimmerschlüssel an der Rezeption abgaben und nach draußen gingen. Der Bus würde gleich schon kommen um sie abzuholen und zum Flughafen zu bringen. Das alte Ehepaar sahen sie nicht mehr. Sie hatten wohl einen längeren Aufenthalt gebucht.
Um kurz nach 10.00 Uhr hob das Flugzeug ab. Als sie schon längst in der Luft waren warf Anita einen letzten sehnsüchtigen Blick auf die Insel. Es ging nach Hause. Die Frau wusste zu diesem Zeitpunkt noch nicht welch schreckliche Zeiten auf sie zukommen sollten.
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Dienstag, 19. Februar 2013
klauspfrommer, 23:19h
14. Kapitel
Das Auto hatten sie für eine Woche gemietet und so unternahm das Paar jeden Tag einen Ausflug. Abends studierten sie die Reiseführer und machten Pläne für den jeweils nächsten Tag. Am zweiten Tag besichteten sie das Anagagebirge im Norden der Insel. Die Fahrt dorthin war toll und Anita genoss es von ihrem Freund chauffiert zu werden. So konnte sie in aller Ruhe die vorbei ziehende Landschaft genießen. Immer wieder wies sie Markus auf Sehenswürdigkeiten hin die sie entdeckte. Nicht immer konnte er reagieren, da er auf den Verkehr achten musste. Sie plapperte unentwegt. Markus kam kaum zu Wort.
Bevor sie ins Gebirge fuhren hielten sie noch am Strand von San Andrès um kurz im Meer baden zu gehen. Nach dieser Erfrischung gingen die Beiden noch eine Kleinigkeit essen. Obwohl sie bereits in der Frühe aufgebrochen waren, war es bereits kurz vor zwölf Uhr und ihr Hunger wollte gestillt werden.
Dann ging es weiter. Die Straße führte nun steil bergauf. Einige Autos kamen ihnen entgegen. Manchmal wurde es etwas eng. Doch Markus war ein geübter Fahrer.
„Die Kiefernwälder sind toll. Ich hätte nicht gedacht, dass es auf Teneriffa so etwas gibt“, staunte Anita.
In Serpentinen schlängelte sich die Straße immer höher. Markus folgte ihr. Auf einer Berghöhe fand er einen Parkplatz von wo aus man einen tollen Ausblick hatte. Er stellte den Corsa ab. Sie stiegen aus. Nur ein leichter Lufthauch ging. Auf dem Asphalt flimmerte die Luft.
„Die Aussicht ist fantastisch“, meinte Anita die sofort auf den gegenüber liegenden Abhang zupirschte um hinunter zu blicken.
„Allerdings“, erwiderte Markus der ihr folgte, „in der Ferne kann man sogar Gran Canaria erkennen“.
Er zeigte mit dem Finger in die Richtung. Anita entdeckte das auch.
„Das wird unser nächstes Urlaubsziel“, rief sie aus.
Sie zückte den Fotoapparat und knipste drauf los. Von Markus schoss sie ein paar Bilder. Er von ihr. Es war nur schade, dass niemand sonst da war der die beiden zusammen fotografieren konnte. Das Paar genoss noch einen Augenblick das Panorama. Dann setzten sie die Fahrt fort. Schließlich wollten sie heute noch La Laguna, die frühere, und Santa Cruz, die heutige Hauptstadt von Teneriffa besichtigen.
Erst spät am Abend kehrten sie in ihr Hotel zurück. Beide waren inzwischen ausgehungert. Zum Glück war der Speisesaal noch geöffnet. Die Auswahl an Speisen war allerdings nicht mehr sehr groß. Doch das war ihnen egal.
Am nächsten Tag fuhren Sie nach Puerto de la Cruz, dem Touristenzentrum im Norden der Insel. Dort besichtigten sie den botanischen Garten und im Anschluss eine Bananenplantage. Auf dem Rückweg hielten sich noch in Icod und bewunderten den ältesten Drachenbaum der Insel, der gleichzeitig das Wahrzeichen Teneriffas ist.
Anita war nur noch mit fotografieren beschäftigt. Alles war so überwältigend. Vom meist fotografiertesten Baum der Welt, knipste auch sie einige Fotos. Dann verließen sie Icod und fuhren zu ihrem Hotel in Las Americas zurück.
Den Loro Parque in Puerto de la Cruz besichtigten sie am nächsten Tag, sonst wäre es von der Zeit her zu knapp geworden. Dort gab es Hunderte von verschiedenen Papageien zu sehen. Es gab seltene Exemplare die vom Aussterben bedroht sind zu sehen. Durch eine Broschüre die Anita am Eingang mitgenommen hatte erfuhren sie, dass der Park von einem Deutschen gegründet wurde.
Von der Delphin-Show war Anita begeistert. Anfangs hatte sie doch sehr starke Bedenken. Sie hielt nicht viel davon, dass Delphine, Seehunde oder Seelöwen in Gefangenschaft gehalten werden. Doch als sie die verschiedenen Becken gesehen hatte war sie erleichtert. Es waren bis dahin die Größten, die sie je gesehen hatte. Außerdem gab es im Park auch schon unter den gefangenen Delphinen Nachwuchs. Ein Zeichen dafür, dass sie sich doch einigermaßen wohl fühlten.
Markus faszinierte mehr der längste Haifischtunnel der Welt. Man konnte durch einen achtzehn Meter langen Tunnel gehen. Um einen herum schwammen Haie und Rochen. Es war fantastisch. Anita fand das eher beklemmend. Trotzdem ging sie mit ihrem Freund nochmals durch die Röhre bevor sie den Park verließen.
Gerade als Markus den Parkplatz mit dem Wagen verließ, fiel Anita auf, dass auf der anderen Seite, schräg dem Loro Parque gegenüber ein Tierheim war. Das fand sie ziemlich grotesk. Auf der einen Seite wurden die Tiere bewundert. Auf der anderen Seite, vegetierten vergessene und verstoßene Tiere, in wahrscheinlich viel zu engen Behausungen, vor sich hin.
Die Fahrt verlief ruhig und die schöne Landschaft flog an ihnen vorüber. Bald schon hatte die Frau das Tierheim vergessen. Markus konzentrierte sich auf die Straße. Sie sprachen unentwegt über den Park und wie toll sie ihn fanden.
Anita kaufte am Abend noch mehr Filme für ihre Kamera. Es gab einfach zu viel zu sehen. Mehr als fünf Filme hatte sie schon voll geknipst. Zudem schrieb sie an Elke die versprochene Karte. Auch an ihre Arbeitskollegen sendete sie Urlaubsgrüße in Form einer Postkarte. Markus hingegen hatte keine Lust Postkarten zu schreiben. Vielmehr hatte er Lust auf Sex mit seiner Freundin. Kaum hatte sie den Kugelschreiber und die Postkarten zur Seite gelegt fiel er über sie her. Er übersäte Anita mit Küssen. Auch sie war heiß. Er nahm sie direkt auf der Couch. Später gingen sie erschöpft ins Bett.
Den Pico del Teide mit Nationalpark; Masca, ein kleines Bauerndorf, ganz abgeschieden; Los Gigantes mit seinen Steilküsten; den Kakteenpark im Süden; noch mehr Bananenplantagen; das fruchtbare Orotavatal - das alles besuchten sie in den nächsten Tagen. Die Zeit raste nur so dahin. Jeder Urlaubstag war erlebnisreich und voller neuer Eindrücke.
Das Auto hatten sie für eine Woche gemietet und so unternahm das Paar jeden Tag einen Ausflug. Abends studierten sie die Reiseführer und machten Pläne für den jeweils nächsten Tag. Am zweiten Tag besichteten sie das Anagagebirge im Norden der Insel. Die Fahrt dorthin war toll und Anita genoss es von ihrem Freund chauffiert zu werden. So konnte sie in aller Ruhe die vorbei ziehende Landschaft genießen. Immer wieder wies sie Markus auf Sehenswürdigkeiten hin die sie entdeckte. Nicht immer konnte er reagieren, da er auf den Verkehr achten musste. Sie plapperte unentwegt. Markus kam kaum zu Wort.
Bevor sie ins Gebirge fuhren hielten sie noch am Strand von San Andrès um kurz im Meer baden zu gehen. Nach dieser Erfrischung gingen die Beiden noch eine Kleinigkeit essen. Obwohl sie bereits in der Frühe aufgebrochen waren, war es bereits kurz vor zwölf Uhr und ihr Hunger wollte gestillt werden.
Dann ging es weiter. Die Straße führte nun steil bergauf. Einige Autos kamen ihnen entgegen. Manchmal wurde es etwas eng. Doch Markus war ein geübter Fahrer.
„Die Kiefernwälder sind toll. Ich hätte nicht gedacht, dass es auf Teneriffa so etwas gibt“, staunte Anita.
In Serpentinen schlängelte sich die Straße immer höher. Markus folgte ihr. Auf einer Berghöhe fand er einen Parkplatz von wo aus man einen tollen Ausblick hatte. Er stellte den Corsa ab. Sie stiegen aus. Nur ein leichter Lufthauch ging. Auf dem Asphalt flimmerte die Luft.
„Die Aussicht ist fantastisch“, meinte Anita die sofort auf den gegenüber liegenden Abhang zupirschte um hinunter zu blicken.
„Allerdings“, erwiderte Markus der ihr folgte, „in der Ferne kann man sogar Gran Canaria erkennen“.
Er zeigte mit dem Finger in die Richtung. Anita entdeckte das auch.
„Das wird unser nächstes Urlaubsziel“, rief sie aus.
Sie zückte den Fotoapparat und knipste drauf los. Von Markus schoss sie ein paar Bilder. Er von ihr. Es war nur schade, dass niemand sonst da war der die beiden zusammen fotografieren konnte. Das Paar genoss noch einen Augenblick das Panorama. Dann setzten sie die Fahrt fort. Schließlich wollten sie heute noch La Laguna, die frühere, und Santa Cruz, die heutige Hauptstadt von Teneriffa besichtigen.
Erst spät am Abend kehrten sie in ihr Hotel zurück. Beide waren inzwischen ausgehungert. Zum Glück war der Speisesaal noch geöffnet. Die Auswahl an Speisen war allerdings nicht mehr sehr groß. Doch das war ihnen egal.
Am nächsten Tag fuhren Sie nach Puerto de la Cruz, dem Touristenzentrum im Norden der Insel. Dort besichtigten sie den botanischen Garten und im Anschluss eine Bananenplantage. Auf dem Rückweg hielten sich noch in Icod und bewunderten den ältesten Drachenbaum der Insel, der gleichzeitig das Wahrzeichen Teneriffas ist.
Anita war nur noch mit fotografieren beschäftigt. Alles war so überwältigend. Vom meist fotografiertesten Baum der Welt, knipste auch sie einige Fotos. Dann verließen sie Icod und fuhren zu ihrem Hotel in Las Americas zurück.
Den Loro Parque in Puerto de la Cruz besichtigten sie am nächsten Tag, sonst wäre es von der Zeit her zu knapp geworden. Dort gab es Hunderte von verschiedenen Papageien zu sehen. Es gab seltene Exemplare die vom Aussterben bedroht sind zu sehen. Durch eine Broschüre die Anita am Eingang mitgenommen hatte erfuhren sie, dass der Park von einem Deutschen gegründet wurde.
Von der Delphin-Show war Anita begeistert. Anfangs hatte sie doch sehr starke Bedenken. Sie hielt nicht viel davon, dass Delphine, Seehunde oder Seelöwen in Gefangenschaft gehalten werden. Doch als sie die verschiedenen Becken gesehen hatte war sie erleichtert. Es waren bis dahin die Größten, die sie je gesehen hatte. Außerdem gab es im Park auch schon unter den gefangenen Delphinen Nachwuchs. Ein Zeichen dafür, dass sie sich doch einigermaßen wohl fühlten.
Markus faszinierte mehr der längste Haifischtunnel der Welt. Man konnte durch einen achtzehn Meter langen Tunnel gehen. Um einen herum schwammen Haie und Rochen. Es war fantastisch. Anita fand das eher beklemmend. Trotzdem ging sie mit ihrem Freund nochmals durch die Röhre bevor sie den Park verließen.
Gerade als Markus den Parkplatz mit dem Wagen verließ, fiel Anita auf, dass auf der anderen Seite, schräg dem Loro Parque gegenüber ein Tierheim war. Das fand sie ziemlich grotesk. Auf der einen Seite wurden die Tiere bewundert. Auf der anderen Seite, vegetierten vergessene und verstoßene Tiere, in wahrscheinlich viel zu engen Behausungen, vor sich hin.
Die Fahrt verlief ruhig und die schöne Landschaft flog an ihnen vorüber. Bald schon hatte die Frau das Tierheim vergessen. Markus konzentrierte sich auf die Straße. Sie sprachen unentwegt über den Park und wie toll sie ihn fanden.
Anita kaufte am Abend noch mehr Filme für ihre Kamera. Es gab einfach zu viel zu sehen. Mehr als fünf Filme hatte sie schon voll geknipst. Zudem schrieb sie an Elke die versprochene Karte. Auch an ihre Arbeitskollegen sendete sie Urlaubsgrüße in Form einer Postkarte. Markus hingegen hatte keine Lust Postkarten zu schreiben. Vielmehr hatte er Lust auf Sex mit seiner Freundin. Kaum hatte sie den Kugelschreiber und die Postkarten zur Seite gelegt fiel er über sie her. Er übersäte Anita mit Küssen. Auch sie war heiß. Er nahm sie direkt auf der Couch. Später gingen sie erschöpft ins Bett.
Den Pico del Teide mit Nationalpark; Masca, ein kleines Bauerndorf, ganz abgeschieden; Los Gigantes mit seinen Steilküsten; den Kakteenpark im Süden; noch mehr Bananenplantagen; das fruchtbare Orotavatal - das alles besuchten sie in den nächsten Tagen. Die Zeit raste nur so dahin. Jeder Urlaubstag war erlebnisreich und voller neuer Eindrücke.
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Sonntag, 17. Februar 2013
klauspfrommer, 21:44h
13. Kapitel
"So, ich habe den Mietwagen abgeholt", sagte Markus, der gerade zur Tür hereinkam.
"Das ist toll."
In der Zeit in der Markus den Mietwagen abholte hatte Anita in Ruhe geduscht. Sie war so froh darüber, dass sie vor ihrem Urlaub noch beim Friseur gewesen war. Ihre Haare hatte sie innerhalb kürzester Zeit gestylt und so konnte sie das Augenmerk auf ihre Garderobe werfen.
Heute hatte sie einen weißen Mini-Rock angezogen. Der gefiel auch Markus. Er sagte es ihr auch. In den letzten Tagen waren sie sich wieder sehr nahe gekommen. Darüber war Anita überaus glücklich. Hatte sie doch schon befürchtet ihre Beziehung könnte endgültig in die Brüche gehen. Das war nun vergessen.
"Lass uns doch gleich eine kleine Ausfahrt machen. Ich will sowieso erst einmal tanken. Es ist nicht mehr viel Sprit drin."
Markus nahm Anita in den Arm und gab ihr einen Kuss. Die letzten Tage tauschten sie jede Menge Zärtlichkeiten aus.
„Wenn wir schon eine Spritztour machen können wir uns gleich auch ein Ziel überlegen, wo wir hinfahren wollen. Ich würde vorschlagen, dass wir zum Barrancos del Infierno wandern. Ich habe in einem Reiseführer gestern darüber gelesen. Das soll eine Schlucht sein die an einem tollen Wasserfall endet. Das ist auch nicht so weit zu fahren.“
„Das hört sich interessant an“, meinte Markus, „lass uns auf der Karte schauen wie wir fahren müssen.“
Seine Freundin breitete die Karte auf dem Tisch aus. Gemeinsam sahen sie nach wie sie zu fahren hatten.
„Das dürfte nicht schwer zu finden sein“, prahlte Markus.
Er hatte einen außerordentlichen Orientierungssinn für den Anita ihn bewunderte.
"Na dann los", sagte Anita und schnappte sich ihre Handtasche.
Sie gingen auf den Parkplatz rechts vom Hotel. Dort hatte Markus den Opel Corsa abgestellt. Wenig später hatten sie an der Landstraße eine Tankstelle in der Nähe von Adeje entdeckt.
Der Tank war gefüllt und es ging weiter. Tatsächlich fand Markus den Weg zu ihrem Ziel ohne Probleme. Er stellte das Auto auf einem ausgewiesenen Parkplatz ab. Von da aus wollten sie den Barrancos del Infierno entlang wandern. Vorher tranken sie aber noch in einer Bodega zwei eisgekühlte Colas.
Der Ausflug wurde anstrengender als gedacht. Damit hatte Anita nicht gerechnet. Sie mussten über eine Stunde gehen. Zudem war es in der Schlucht fast windstill und die Sonne brannte vom Himmel. Schatten gab es nur wenig. Zu dem Wasserfall führte nur ein schmaler Pfad, der zuerst an der Felswand entlang verlief. Später am Grund der Schlucht. Beide hatten sich glücklicherweise Turnschuhe angezogen, denn der Weg war an manchen Stellen nur schlecht passierbar. Wenige Wanderer kamen ihnen entgegen.
Als sie endlich den Wasserfall erreicht hatten, waren sie enttäuscht. Der im Reiseführer so angepriesene Wasserfall entpuppte sich als kleines Rinnsal. Im Frühjahr stürzte hier mehr Wasser in die Tiefe. Das erfuhren sie von einem jungen Paar mit dem sie sich unterhielten als sie das Ziel erreicht hatten. Doch dann war der Weg hierher versperrt, da die Schlucht an einigen Stellen nur wenige Meter breit ist und dann durch das Wasser nicht mehr passiert werden kann.
Nach einer halbstündigen Rast machten sich Anita und Markus auf den Rückweg. Sie wollten nach ihrer Rückkehr noch im Hotelpool baden gehen. Beide fühlten sich bereits total verschwitzt.
„Also der Ausflug hat sich leider überhaupt nicht gelohnt“, resümierte Markus während der Rückfahrt.
„Dem kann ich nur beipflichten. Im Reiseführer hätten sie das auch erwähnen können“, erwiderte Anita und blickte aus dem Fenster. Immer wieder kamen sie an Bananenplantagen vorbei. Bei einem ihrer nächsten Ausflüge wollten sie solch eine Plantage einmal näher erkunden. Jedoch reichte es Beiden für heute.
Vor dem Abendessen wollten sie nur noch relaxen.
"So, ich habe den Mietwagen abgeholt", sagte Markus, der gerade zur Tür hereinkam.
"Das ist toll."
In der Zeit in der Markus den Mietwagen abholte hatte Anita in Ruhe geduscht. Sie war so froh darüber, dass sie vor ihrem Urlaub noch beim Friseur gewesen war. Ihre Haare hatte sie innerhalb kürzester Zeit gestylt und so konnte sie das Augenmerk auf ihre Garderobe werfen.
Heute hatte sie einen weißen Mini-Rock angezogen. Der gefiel auch Markus. Er sagte es ihr auch. In den letzten Tagen waren sie sich wieder sehr nahe gekommen. Darüber war Anita überaus glücklich. Hatte sie doch schon befürchtet ihre Beziehung könnte endgültig in die Brüche gehen. Das war nun vergessen.
"Lass uns doch gleich eine kleine Ausfahrt machen. Ich will sowieso erst einmal tanken. Es ist nicht mehr viel Sprit drin."
Markus nahm Anita in den Arm und gab ihr einen Kuss. Die letzten Tage tauschten sie jede Menge Zärtlichkeiten aus.
„Wenn wir schon eine Spritztour machen können wir uns gleich auch ein Ziel überlegen, wo wir hinfahren wollen. Ich würde vorschlagen, dass wir zum Barrancos del Infierno wandern. Ich habe in einem Reiseführer gestern darüber gelesen. Das soll eine Schlucht sein die an einem tollen Wasserfall endet. Das ist auch nicht so weit zu fahren.“
„Das hört sich interessant an“, meinte Markus, „lass uns auf der Karte schauen wie wir fahren müssen.“
Seine Freundin breitete die Karte auf dem Tisch aus. Gemeinsam sahen sie nach wie sie zu fahren hatten.
„Das dürfte nicht schwer zu finden sein“, prahlte Markus.
Er hatte einen außerordentlichen Orientierungssinn für den Anita ihn bewunderte.
"Na dann los", sagte Anita und schnappte sich ihre Handtasche.
Sie gingen auf den Parkplatz rechts vom Hotel. Dort hatte Markus den Opel Corsa abgestellt. Wenig später hatten sie an der Landstraße eine Tankstelle in der Nähe von Adeje entdeckt.
Der Tank war gefüllt und es ging weiter. Tatsächlich fand Markus den Weg zu ihrem Ziel ohne Probleme. Er stellte das Auto auf einem ausgewiesenen Parkplatz ab. Von da aus wollten sie den Barrancos del Infierno entlang wandern. Vorher tranken sie aber noch in einer Bodega zwei eisgekühlte Colas.
Der Ausflug wurde anstrengender als gedacht. Damit hatte Anita nicht gerechnet. Sie mussten über eine Stunde gehen. Zudem war es in der Schlucht fast windstill und die Sonne brannte vom Himmel. Schatten gab es nur wenig. Zu dem Wasserfall führte nur ein schmaler Pfad, der zuerst an der Felswand entlang verlief. Später am Grund der Schlucht. Beide hatten sich glücklicherweise Turnschuhe angezogen, denn der Weg war an manchen Stellen nur schlecht passierbar. Wenige Wanderer kamen ihnen entgegen.
Als sie endlich den Wasserfall erreicht hatten, waren sie enttäuscht. Der im Reiseführer so angepriesene Wasserfall entpuppte sich als kleines Rinnsal. Im Frühjahr stürzte hier mehr Wasser in die Tiefe. Das erfuhren sie von einem jungen Paar mit dem sie sich unterhielten als sie das Ziel erreicht hatten. Doch dann war der Weg hierher versperrt, da die Schlucht an einigen Stellen nur wenige Meter breit ist und dann durch das Wasser nicht mehr passiert werden kann.
Nach einer halbstündigen Rast machten sich Anita und Markus auf den Rückweg. Sie wollten nach ihrer Rückkehr noch im Hotelpool baden gehen. Beide fühlten sich bereits total verschwitzt.
„Also der Ausflug hat sich leider überhaupt nicht gelohnt“, resümierte Markus während der Rückfahrt.
„Dem kann ich nur beipflichten. Im Reiseführer hätten sie das auch erwähnen können“, erwiderte Anita und blickte aus dem Fenster. Immer wieder kamen sie an Bananenplantagen vorbei. Bei einem ihrer nächsten Ausflüge wollten sie solch eine Plantage einmal näher erkunden. Jedoch reichte es Beiden für heute.
Vor dem Abendessen wollten sie nur noch relaxen.
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