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Samstag, 9. Februar 2013
klauspfrommer, 22:08h
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Mittwoch, 6. Februar 2013
klauspfrommer, 21:36h
9. Kapitel
Endlich war es soweit. Der Tag der Abreise war für das junge Paar gekommen. Elke fuhr die Beiden zum Flughafen Stuttgart. Sie flogen schon sehr früh morgens. Da Anitas Freundin sich angeboten hatte sie zu fahren, musste Anita nicht ihre Eltern darum bitten so früh aufzustehen.
Bereits seit ein paar Tagen hatte die Frau sich Sachen für den Urlaub parat gelegt. Sie hatte Unmengen von Klamotten ausgesucht und wieder weggeräumt. Da sie das erste Mal auf die Kanaren flog, und auch das erste Mal mit ihrem Freund einen richtigen Urlaub verbringen würde, sollte alles stimmen. Überwiegend hatte sie leichte Sommerkleidung ausgewählt. Ihre Mutter ermahnte sie allerdings auch ein paar wärmere Kleidungsstücke für den Abend mitzunehmen. Bei den Schuhen sah es nicht anders aus.
Vor zwei Tagen war sie dann noch extra beim Friseur gewesen. Sie hatte sich die Haare auf Schulterlänge kürzen lassen. In ihr braunes, welliges Haar ließ sie sich auch ein paar helle Strähnen machen um diese noch aufzulockern.
Neben den ganzen Anziehsachen packte sie am Abend vorher noch allerlei Kosmetika ein. Bis alles gepackt war hatte sie eine große Reisetasche voll. Als Handgepäck hatte sie einen Sportrucksack von Adidas. Hier verstaute sie ihr Geld und alle wichtigen Papiere.
Pünktlich wurde sie von Elke abgeholt. Dann fuhren sie zu Markus. Er wartete schon vor der Tür. Der Mann verstaute seine zwei Taschen im Kofferraum von Elkes Auto und stieg ein. Gutgelaunt begrüßte er die beiden Frauen.
„Hoffentlich gibt es auf der Autobahn keinen Stau“, meinte er.
„Zumindest wird im Radio nichts gemeldet“, erwiderte Elke.
Sie hatte extra einen Regionalsender eingestellt um die Verkehrsnachrichten zu hören. So war es dann auch. Früher als geplant erreichten sie den Flughafen. Die Parkplatzsuche war auch kein Problem.
Da sie wussten, dass die Charterflüge im alten Terminal des Stuttgarter Flughafens abgefertigt wurden, gingen sie gemeinsam mit Elke in die Halle und schauten auf einer Tafel nach, an welchem Schalter sie einquecken mussten.
Markus entdeckte es als Erster und zeigte es den beiden Frauen.
"Es ist Schalter 57."
"Na, dann lass uns Mal dorthin gehen“, forderte Anita die anderen auf und schnappte sich wieder ihre Reisetasche. Elke hatte sich den Rucksack ihrer Freundin übergeworfen. Markus kam mit seinen zwei Gepäckstücken hinterher getrottet. Über eine Treppe ging es hinunter zu den Schaltern. Da war bereits eine Menge los. Unzählige Leute wuselten hin und her. Anita passte zwar auf, rumpelte jedoch mit ihrer Tasche einen Mann an.
„Können sie nicht aufpassen“, pflaumte er sie an.
„Entschuldigen sie vielmals“, bedauerte Anita und legte eine besänftigende Mine auf.
Der Mann ging wortlos davon.
"Wir müssen erst noch die Tickets am Neckermann-Schalter abholen", sagte Markus.
Dieser befand sich ebenfalls im alten Terminal. Elke hatte ihn bereits entdeckt und wies ihre beiden Freunde darauf hin. Durch die Menschenmenge suchten sie sich ihren Weg zum Schalter. Eine junge Dame begrüßte sie herzlich. Markus kramte die Reisebestätigung aus seiner kleineren Tasche und legte sie vor. Die Frau gegenüber nahm das Papier in Empfang und suchte ein paar Unterlagen durch. Dann überreichte sie die Flugscheine an Markus.
„Hier sind ihre Tickets für den Hin- und Rückflug und die Reservierung für das Hotel, Herr Walz. Ich wünsche ihnen und ihrer Begleiterin einen wunderschönen Urlaub mit Neckermann-Reisen“, sagte die Dame mit einem strahlenden Lächeln um sich dann bereits dem nächsten Reisenden hinter Markus zu widmen.
„Vielen Dank, auf Wiedersehen“, erwiderte Markus und verließ den Schalter. Elke und Anita hatten etwas entfernt neben ihm gewartet. Er ging zu ihnen hin und sagte:
„Hier sind die Tickets. Jetzt kann es los gehen.“
Jeder nahm wieder sein Gepäck und nun bahnten sie sich den Weg zu Schalter 57. Als sie dort ankamen wartete schon eine ganze Schlange von Menschen darauf, dass es endlich mit dem Check-in losging.
Elke wollte so lange nicht mehr warten, gab ihrer Freundin den Rucksack und verabschiedete sich von Anita und Markus, wünschte ihnen einen schönen Urlaub und verlangte, dass sie eine Karte bekam. Anita gab ihrer Freundin nochmals eine herzliche Umarmung und versprach ihr gleich zu schreiben.
Es dauerte eine ganze Weile bis das junge Paar an der Reihe war. Nachdem sie das große Gepäck aufgegeben hatten, mussten sie noch durch die Passkontrolle. Das Handgepäck wurde durchleuchtet. Keiner der Beamten wollte jedoch einen Ausweis von den Beiden sehen.
Bis der Flug aufgerufen werden würde, hatten sie noch Zeit. So schlenderten sie Arm in Arm durch die Abflughalle und gingen noch in einen Duty-Free-Shop. Dort kauften sie ein paar Naschereien für den Flug. Anita wollte sich auch gleich noch Parfüm kaufen. Markus sagte ihr aber, dass sie das auch in Spanien tun könne. Sie war damit einverstanden.
Eine halbe Stunde später wurde ihr Flug aufgerufen und sie gesellten sich zu den anderen Mitreisenden am Ausgang zur Gangway für den Flug nach Teneriffa.
Endlich war es soweit. Der Tag der Abreise war für das junge Paar gekommen. Elke fuhr die Beiden zum Flughafen Stuttgart. Sie flogen schon sehr früh morgens. Da Anitas Freundin sich angeboten hatte sie zu fahren, musste Anita nicht ihre Eltern darum bitten so früh aufzustehen.
Bereits seit ein paar Tagen hatte die Frau sich Sachen für den Urlaub parat gelegt. Sie hatte Unmengen von Klamotten ausgesucht und wieder weggeräumt. Da sie das erste Mal auf die Kanaren flog, und auch das erste Mal mit ihrem Freund einen richtigen Urlaub verbringen würde, sollte alles stimmen. Überwiegend hatte sie leichte Sommerkleidung ausgewählt. Ihre Mutter ermahnte sie allerdings auch ein paar wärmere Kleidungsstücke für den Abend mitzunehmen. Bei den Schuhen sah es nicht anders aus.
Vor zwei Tagen war sie dann noch extra beim Friseur gewesen. Sie hatte sich die Haare auf Schulterlänge kürzen lassen. In ihr braunes, welliges Haar ließ sie sich auch ein paar helle Strähnen machen um diese noch aufzulockern.
Neben den ganzen Anziehsachen packte sie am Abend vorher noch allerlei Kosmetika ein. Bis alles gepackt war hatte sie eine große Reisetasche voll. Als Handgepäck hatte sie einen Sportrucksack von Adidas. Hier verstaute sie ihr Geld und alle wichtigen Papiere.
Pünktlich wurde sie von Elke abgeholt. Dann fuhren sie zu Markus. Er wartete schon vor der Tür. Der Mann verstaute seine zwei Taschen im Kofferraum von Elkes Auto und stieg ein. Gutgelaunt begrüßte er die beiden Frauen.
„Hoffentlich gibt es auf der Autobahn keinen Stau“, meinte er.
„Zumindest wird im Radio nichts gemeldet“, erwiderte Elke.
Sie hatte extra einen Regionalsender eingestellt um die Verkehrsnachrichten zu hören. So war es dann auch. Früher als geplant erreichten sie den Flughafen. Die Parkplatzsuche war auch kein Problem.
Da sie wussten, dass die Charterflüge im alten Terminal des Stuttgarter Flughafens abgefertigt wurden, gingen sie gemeinsam mit Elke in die Halle und schauten auf einer Tafel nach, an welchem Schalter sie einquecken mussten.
Markus entdeckte es als Erster und zeigte es den beiden Frauen.
"Es ist Schalter 57."
"Na, dann lass uns Mal dorthin gehen“, forderte Anita die anderen auf und schnappte sich wieder ihre Reisetasche. Elke hatte sich den Rucksack ihrer Freundin übergeworfen. Markus kam mit seinen zwei Gepäckstücken hinterher getrottet. Über eine Treppe ging es hinunter zu den Schaltern. Da war bereits eine Menge los. Unzählige Leute wuselten hin und her. Anita passte zwar auf, rumpelte jedoch mit ihrer Tasche einen Mann an.
„Können sie nicht aufpassen“, pflaumte er sie an.
„Entschuldigen sie vielmals“, bedauerte Anita und legte eine besänftigende Mine auf.
Der Mann ging wortlos davon.
"Wir müssen erst noch die Tickets am Neckermann-Schalter abholen", sagte Markus.
Dieser befand sich ebenfalls im alten Terminal. Elke hatte ihn bereits entdeckt und wies ihre beiden Freunde darauf hin. Durch die Menschenmenge suchten sie sich ihren Weg zum Schalter. Eine junge Dame begrüßte sie herzlich. Markus kramte die Reisebestätigung aus seiner kleineren Tasche und legte sie vor. Die Frau gegenüber nahm das Papier in Empfang und suchte ein paar Unterlagen durch. Dann überreichte sie die Flugscheine an Markus.
„Hier sind ihre Tickets für den Hin- und Rückflug und die Reservierung für das Hotel, Herr Walz. Ich wünsche ihnen und ihrer Begleiterin einen wunderschönen Urlaub mit Neckermann-Reisen“, sagte die Dame mit einem strahlenden Lächeln um sich dann bereits dem nächsten Reisenden hinter Markus zu widmen.
„Vielen Dank, auf Wiedersehen“, erwiderte Markus und verließ den Schalter. Elke und Anita hatten etwas entfernt neben ihm gewartet. Er ging zu ihnen hin und sagte:
„Hier sind die Tickets. Jetzt kann es los gehen.“
Jeder nahm wieder sein Gepäck und nun bahnten sie sich den Weg zu Schalter 57. Als sie dort ankamen wartete schon eine ganze Schlange von Menschen darauf, dass es endlich mit dem Check-in losging.
Elke wollte so lange nicht mehr warten, gab ihrer Freundin den Rucksack und verabschiedete sich von Anita und Markus, wünschte ihnen einen schönen Urlaub und verlangte, dass sie eine Karte bekam. Anita gab ihrer Freundin nochmals eine herzliche Umarmung und versprach ihr gleich zu schreiben.
Es dauerte eine ganze Weile bis das junge Paar an der Reihe war. Nachdem sie das große Gepäck aufgegeben hatten, mussten sie noch durch die Passkontrolle. Das Handgepäck wurde durchleuchtet. Keiner der Beamten wollte jedoch einen Ausweis von den Beiden sehen.
Bis der Flug aufgerufen werden würde, hatten sie noch Zeit. So schlenderten sie Arm in Arm durch die Abflughalle und gingen noch in einen Duty-Free-Shop. Dort kauften sie ein paar Naschereien für den Flug. Anita wollte sich auch gleich noch Parfüm kaufen. Markus sagte ihr aber, dass sie das auch in Spanien tun könne. Sie war damit einverstanden.
Eine halbe Stunde später wurde ihr Flug aufgerufen und sie gesellten sich zu den anderen Mitreisenden am Ausgang zur Gangway für den Flug nach Teneriffa.
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Sonntag, 3. Februar 2013
klauspfrommer, 21:53h
8. Kapitel
Die Zeit bis zu ihrem Reiseantritt konnte gar nicht schnell genug vergehen. Mit der Vorfreude in Gedanken ging die Arbeit Anita leicht von der Hand. Ihre Kollegen wunderten sich schon etwas wie enthusiastisch die junge Frau an die Arbeit ging. Ihr Chef war allerdings sehr froh darüber. So ging die Woche recht schnell vorüber.
Das Wetter hatte auch wieder auf Sommer gedreht. Nach Feierabend ging Anita oft noch ein Eis essen. Mit ihrem Freund telefonierte sie jeden Abend. Sie machten bereits Pläne was sie auf der Insel alles unternehmen wollten. Teneriffa hatte eine Vielfalt an Möglichkeiten zu bieten. Mit ihrer Kusine Petra telefonierte die Frau auch um sich noch weitere Tipps und Ratschläge einzuholen.
Am Freitag telefonierte sie dann mit Elke. Sie verabredeten sich für das Wochenende. Sie musste ihrer Freundin noch von dem geplanten Urlaub berichten. Die Blonde würde sich mit ihr freuen. Das war schon immer so. Die beiden Frauen waren immer die besten Freundinnen gewesen und jede teilte mit der anderen Freud und Leid. Das glaubte jedenfalls Anita. Für Sonntag war das Treffen bei Elke vereinbart.
Was Anita an diesem Tag von Elke zu hören bekam machte die Freude auf den Trip nach Teneriffa allerdings zunichte. Als sie gemütlich auf dem sonnigen Balkon bei einer Tasse Kaffee saßen erzählte Elke ihr, wie sie Markus in Calw getroffen hatte, ihm gefolgt war und ihn in der Spielhalle vor den Geldspielern sitzen sah.
Anita fiel es wie Schuppen von den Augen. Das war die Erklärung dafür, warum Markus nicht mehr viel Zeit für seine Freundin übrig hatte. Sie würde mit ihm darüber reden müssen. Für Anita war es unverständlich wie erwachsene Menschen in solche Apparate Geld werfen konnten. Billard oder Darts spielen das war für sie in Ordnung. Sie würde aber niemals in eine Spielhalle gehen um an Geldspielern ihr Geld loszuwerden. Dazu verdiente sie es sich zu hart.
"Jetzt habe ich dir die ganze Freude auf die Reise verdorben."
Elke sah die Enttäuschung im Gesicht ihrer Freundin. Das Strahlen in ihren dunkelblauen Augen war verschwunden.
"Du bist nicht schuld daran. Es ist wieder einmal Markus."
"Was wirst du jetzt tun?"
Elke bedauerte es schon etwas gesagt zu haben. Nun war es aber nicht mehr zu ändern. Sie wollte ihre Freundin aber nicht weiter in ihr Unglück rennen lassen.
"Ich werde ein sehr ernstes Gespräch mit Markus führen müssen. Wieder einmal."
Der Nachmittag war schon weit voran geschritten und die Sonne versank langsam hinter den Bergen. Als beide ihre Tassen leer getrunken hatten gingen sie ins Wohnzimmer. Anita trug heute einen luftigen kurzen Rock, der farblich zum roten Top passte. Draußen wurde es nun aber langsam frisch. Elke zog sich schnell etwas über. Sie hatte sich im Bikini gesonnt.
Die beiden Frauen verbrachten gemeinsam noch einen gemütlichen Abend. Sie plauderten beim Essen viel über alte Zeiten. Anekdoten vergangener Tage brachten sie zum Lachen. Anita schob so die neuen Probleme noch etwas von sich.
Am nächsten Abend hatte sie ein langes Gespräch mit Markus. Sie war zu ihm nach Hause gefahren. Die Frau wollte eine Unterredung Auge in Auge mit ihrem Freund.
Zuerst leugnete er überhaupt zu spielen. Er merkte aber, dass Anita immer wütender wurde. Leichte Zornesfalten tauchten in ihrem Gesicht auf.
Dann gestand er gelegentlich zu spielen. Das war seiner Freundin aber auch nicht genug. Sie wollte die ganze Wahrheit erfahren. Damit rückte er schließlich heraus. Er erzählte, dass er fast jeden Tag spielte. Alles hatte damit angefangen, dass er zusammen mit einem Freund in einer Halle in Stuttgart war. Dort hatte er nur so zum Spaß gespielt und einiges Geld gewonnen.
Das war der Anfang für Markus. Erst war es Faszination. Doch inzwischen war es zur Sucht geworden. Es war für ihn ein Zwang zu spielen. Anita warnte ihn sofort damit aufzuhören. Markus wollte auch, konnte aber nicht. Die Spielsucht hatte von ihm Besitz ergriffen. Er hoffte, dass ihn der Urlaub ablenken und ihn wieder davon abbringen würde.
"Alleine schaffe ich das wohl nicht mehr. Ich bin auf deine Hilfe angewiesen. Ich hoffe, du lässt mich nicht im Stich."
Zusammengesunken saß er auf der Couch. Anita hatte sich neben ihn gesetzt. Ein paar Tränen rannen über sein Gesicht. So verletzlich hatte sie ihren Freund noch nie erlebt. Bislang war er immer der Hüne für sie gewesen.
"Das werde ich nicht."
Zur Unterstreichung ihrer Worte küsste sie ihn. Es war eine der wenigen Zärtlichkeiten die sie in der letzten Zeit tauschten. Geschlafen hatte das junge Paar schon längeres nicht mehr miteinander.
'Das wird sich wieder ändern', nahm sich Anita vor.
Fast den ganzen Abend redeten die beiden jungen Leute über das Problem. Während des Gespräches merkte Anita wie sehr Markus abhängig geworden war. Dieses Mal würden sie es aber gemeinsam durchstehen.
Die Zeit bis zu ihrem Reiseantritt konnte gar nicht schnell genug vergehen. Mit der Vorfreude in Gedanken ging die Arbeit Anita leicht von der Hand. Ihre Kollegen wunderten sich schon etwas wie enthusiastisch die junge Frau an die Arbeit ging. Ihr Chef war allerdings sehr froh darüber. So ging die Woche recht schnell vorüber.
Das Wetter hatte auch wieder auf Sommer gedreht. Nach Feierabend ging Anita oft noch ein Eis essen. Mit ihrem Freund telefonierte sie jeden Abend. Sie machten bereits Pläne was sie auf der Insel alles unternehmen wollten. Teneriffa hatte eine Vielfalt an Möglichkeiten zu bieten. Mit ihrer Kusine Petra telefonierte die Frau auch um sich noch weitere Tipps und Ratschläge einzuholen.
Am Freitag telefonierte sie dann mit Elke. Sie verabredeten sich für das Wochenende. Sie musste ihrer Freundin noch von dem geplanten Urlaub berichten. Die Blonde würde sich mit ihr freuen. Das war schon immer so. Die beiden Frauen waren immer die besten Freundinnen gewesen und jede teilte mit der anderen Freud und Leid. Das glaubte jedenfalls Anita. Für Sonntag war das Treffen bei Elke vereinbart.
Was Anita an diesem Tag von Elke zu hören bekam machte die Freude auf den Trip nach Teneriffa allerdings zunichte. Als sie gemütlich auf dem sonnigen Balkon bei einer Tasse Kaffee saßen erzählte Elke ihr, wie sie Markus in Calw getroffen hatte, ihm gefolgt war und ihn in der Spielhalle vor den Geldspielern sitzen sah.
Anita fiel es wie Schuppen von den Augen. Das war die Erklärung dafür, warum Markus nicht mehr viel Zeit für seine Freundin übrig hatte. Sie würde mit ihm darüber reden müssen. Für Anita war es unverständlich wie erwachsene Menschen in solche Apparate Geld werfen konnten. Billard oder Darts spielen das war für sie in Ordnung. Sie würde aber niemals in eine Spielhalle gehen um an Geldspielern ihr Geld loszuwerden. Dazu verdiente sie es sich zu hart.
"Jetzt habe ich dir die ganze Freude auf die Reise verdorben."
Elke sah die Enttäuschung im Gesicht ihrer Freundin. Das Strahlen in ihren dunkelblauen Augen war verschwunden.
"Du bist nicht schuld daran. Es ist wieder einmal Markus."
"Was wirst du jetzt tun?"
Elke bedauerte es schon etwas gesagt zu haben. Nun war es aber nicht mehr zu ändern. Sie wollte ihre Freundin aber nicht weiter in ihr Unglück rennen lassen.
"Ich werde ein sehr ernstes Gespräch mit Markus führen müssen. Wieder einmal."
Der Nachmittag war schon weit voran geschritten und die Sonne versank langsam hinter den Bergen. Als beide ihre Tassen leer getrunken hatten gingen sie ins Wohnzimmer. Anita trug heute einen luftigen kurzen Rock, der farblich zum roten Top passte. Draußen wurde es nun aber langsam frisch. Elke zog sich schnell etwas über. Sie hatte sich im Bikini gesonnt.
Die beiden Frauen verbrachten gemeinsam noch einen gemütlichen Abend. Sie plauderten beim Essen viel über alte Zeiten. Anekdoten vergangener Tage brachten sie zum Lachen. Anita schob so die neuen Probleme noch etwas von sich.
Am nächsten Abend hatte sie ein langes Gespräch mit Markus. Sie war zu ihm nach Hause gefahren. Die Frau wollte eine Unterredung Auge in Auge mit ihrem Freund.
Zuerst leugnete er überhaupt zu spielen. Er merkte aber, dass Anita immer wütender wurde. Leichte Zornesfalten tauchten in ihrem Gesicht auf.
Dann gestand er gelegentlich zu spielen. Das war seiner Freundin aber auch nicht genug. Sie wollte die ganze Wahrheit erfahren. Damit rückte er schließlich heraus. Er erzählte, dass er fast jeden Tag spielte. Alles hatte damit angefangen, dass er zusammen mit einem Freund in einer Halle in Stuttgart war. Dort hatte er nur so zum Spaß gespielt und einiges Geld gewonnen.
Das war der Anfang für Markus. Erst war es Faszination. Doch inzwischen war es zur Sucht geworden. Es war für ihn ein Zwang zu spielen. Anita warnte ihn sofort damit aufzuhören. Markus wollte auch, konnte aber nicht. Die Spielsucht hatte von ihm Besitz ergriffen. Er hoffte, dass ihn der Urlaub ablenken und ihn wieder davon abbringen würde.
"Alleine schaffe ich das wohl nicht mehr. Ich bin auf deine Hilfe angewiesen. Ich hoffe, du lässt mich nicht im Stich."
Zusammengesunken saß er auf der Couch. Anita hatte sich neben ihn gesetzt. Ein paar Tränen rannen über sein Gesicht. So verletzlich hatte sie ihren Freund noch nie erlebt. Bislang war er immer der Hüne für sie gewesen.
"Das werde ich nicht."
Zur Unterstreichung ihrer Worte küsste sie ihn. Es war eine der wenigen Zärtlichkeiten die sie in der letzten Zeit tauschten. Geschlafen hatte das junge Paar schon längeres nicht mehr miteinander.
'Das wird sich wieder ändern', nahm sich Anita vor.
Fast den ganzen Abend redeten die beiden jungen Leute über das Problem. Während des Gespräches merkte Anita wie sehr Markus abhängig geworden war. Dieses Mal würden sie es aber gemeinsam durchstehen.
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