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Sonntag, 27. Januar 2013
klauspfrommer, 21:48h
5. Kapitel
Eigentlich wollte Elke schon bei Anita anrufen. Doch dann fiel ihr ein, dass die Frau sich heute mit Markus treffen wollte. Sie konnte ihre Freundin nicht verstehen. Was Anita ihr gestern nochmals in Einzelheiten berichtet hatte war schockierend für sie. Eigentlich hatte sie von ihrer Freundin mehr erwartet als dass sie Markus verzeihen würde. Sie hatte ihn schließlich verraten. Später ihm verziehen. Warum aber nur? Anita hätte auch einen anderen Mann haben können. Sie sah nicht schlecht aus - hatte eine gute Figur.
Elke war vor ihren Problemen aus Freiburg geflüchtet, anstatt sich ihnen zu stellen. Dafür musste sie Anita bewundern. Die Frau stellte sich dem Leben.
'Das muss sie wissen', dachte sich Elke noch. Dann verschwendete sie keinen weiteren Gedanken daran.
Um den sonnigen Tag zu genießen wollte sie nach Calw fahren. In der kleinen Stadt war sie schon seit langem nicht mehr gewesen. Sie wollte sehen ob sich etwas verändert hatte. Also setzte sie sich in ihr Auto und fuhr über Oberreichenbach und Hirsau nach Calw. Dort angekommen stellte sie ihren Wagen auf dem Parkplatz in der Nähe des Kinos ab. Es war endgültig geschlossen worden. Das wunderte die Frau auch nicht. Sie hatte sich vor langer Zeit das letzte Mal einen Film dort angesehen. Das Bild war miserabel und der Ton war nicht viel besser.
Ihre Sommerjacke ließ sie im Auto liegen. Es war herrlich warm und sonnig. Sie verließ den Parkplatz und ging über die Brühlbrücke in die Lederstraße. Die Straße war inzwischen zur verkehrsberuhigten Zone erklärt worden. Das empfand Elke als sehr angenehm. So etwas war sie von Freiburg her gewohnt. Nun schlenderte die junge Frau an den Geschäften vorbei und betrachtete die Auslagen in den Schaufenstern. In einem Cafe in der Nähe des Marktplatzes setzte sie sich hin und bestellte sich ein Eis. Sie wunderte sich, dass das Lokal nur an wenigen Tischen besetzt war.
Nachdem sie in Ruhe das Eis genossen und bezahlt hatte ging sie weiter. Sie wandelte über den Marktplatz und kam an einer Bank vorbei. Gerade kam ein Kunde heraus. Er hatte wohl gerade am Bankomaten Geld abgehoben. Eigentlich hätte sie den Mann nicht weiter beachtet, wenn es nicht Markus gewesen wäre. Sie erkannte ihn sofort. Nicht nur, weil er der Freund von Anita war, sondern auch weil er in derselben Schulklasse wie sie gewesen war. Er kam auf sie zu.
"Hallo Markus", grüßte Elke ihn.
Er schien überrascht zu sein. Nein, nicht überrascht. Es schien ihm peinlich zu sein Elke zu begegnen. Es war als hätte sie ihn bei etwas überrascht, das besser unentdeckt geblieben wäre.
"Grüß’ dich Elke", sagte er nur und ging mit gesenktem Kopf weiter.
"Das ist ja merkwürdig", flüsterte Elke vor sich hin, "ich muss wissen, wohin er geht."
Die Frau spielte gerne Privatdetektivin. Es war ein Hobby dem sie gerne frönte.
Sie drehte sich um und blickte Markus nach, der gerade um eine Ecke verschwand. Elke ging ihm hinterher. An der Ecke blieb sie kurz stehen und lugte drum herum. Er verschwand in einem Haus. Sie ging darauf zu und erkannte sofort, dass es sich um eine Spielhalle handelte. Das kam ihr nicht weiter merkwürdig vor und sie ging daran vorüber. Im Vorbeigehen blickte sie durch die geöffnete Tür und sah wie er vor einem Geldspielgerät saß. Die Frau konnte nicht verstehen, was die Leute daran fanden an solchen Geräten zu spielen, verurteilte sie aber nicht.
Elke wunderte sich allerdings darüber, dass Anita nicht bei ihm war. Eigentlich wollten die Beiden sich heute treffen. Das war merkwürdig. Sie überlegte sich ob sie zu Markus hingehen und nachfragen sollte, ob etwas passiert war. Sie war schon drauf und dran die Spielhalle zu betreten, da überlegte sie es sich doch noch einmal anders. Statt das Gebäude zu betreten wandte sie sich um und ging weiter. Über eine schmale Gasse gelangte sie auf die Lederstraße. Immer wieder kamen alte Erinnerungen und Erlebnisse in ihr Gedächtnis. Markus hatte sie bald vergessen.
Calw war ein kleines Städtchen und so kehrte sie schließlich zum Parkplatz zurück. Sie machte sich auf den Weg nach Hause. Dort gab es immer noch viel Arbeit. Trotz der Hilfe von Anita war noch einiges in der Küche zu tun. Das wollte sie nach einer gemütlichen Tasse Kaffee in Angriff nehmen.
Eigentlich wollte Elke schon bei Anita anrufen. Doch dann fiel ihr ein, dass die Frau sich heute mit Markus treffen wollte. Sie konnte ihre Freundin nicht verstehen. Was Anita ihr gestern nochmals in Einzelheiten berichtet hatte war schockierend für sie. Eigentlich hatte sie von ihrer Freundin mehr erwartet als dass sie Markus verzeihen würde. Sie hatte ihn schließlich verraten. Später ihm verziehen. Warum aber nur? Anita hätte auch einen anderen Mann haben können. Sie sah nicht schlecht aus - hatte eine gute Figur.
Elke war vor ihren Problemen aus Freiburg geflüchtet, anstatt sich ihnen zu stellen. Dafür musste sie Anita bewundern. Die Frau stellte sich dem Leben.
'Das muss sie wissen', dachte sich Elke noch. Dann verschwendete sie keinen weiteren Gedanken daran.
Um den sonnigen Tag zu genießen wollte sie nach Calw fahren. In der kleinen Stadt war sie schon seit langem nicht mehr gewesen. Sie wollte sehen ob sich etwas verändert hatte. Also setzte sie sich in ihr Auto und fuhr über Oberreichenbach und Hirsau nach Calw. Dort angekommen stellte sie ihren Wagen auf dem Parkplatz in der Nähe des Kinos ab. Es war endgültig geschlossen worden. Das wunderte die Frau auch nicht. Sie hatte sich vor langer Zeit das letzte Mal einen Film dort angesehen. Das Bild war miserabel und der Ton war nicht viel besser.
Ihre Sommerjacke ließ sie im Auto liegen. Es war herrlich warm und sonnig. Sie verließ den Parkplatz und ging über die Brühlbrücke in die Lederstraße. Die Straße war inzwischen zur verkehrsberuhigten Zone erklärt worden. Das empfand Elke als sehr angenehm. So etwas war sie von Freiburg her gewohnt. Nun schlenderte die junge Frau an den Geschäften vorbei und betrachtete die Auslagen in den Schaufenstern. In einem Cafe in der Nähe des Marktplatzes setzte sie sich hin und bestellte sich ein Eis. Sie wunderte sich, dass das Lokal nur an wenigen Tischen besetzt war.
Nachdem sie in Ruhe das Eis genossen und bezahlt hatte ging sie weiter. Sie wandelte über den Marktplatz und kam an einer Bank vorbei. Gerade kam ein Kunde heraus. Er hatte wohl gerade am Bankomaten Geld abgehoben. Eigentlich hätte sie den Mann nicht weiter beachtet, wenn es nicht Markus gewesen wäre. Sie erkannte ihn sofort. Nicht nur, weil er der Freund von Anita war, sondern auch weil er in derselben Schulklasse wie sie gewesen war. Er kam auf sie zu.
"Hallo Markus", grüßte Elke ihn.
Er schien überrascht zu sein. Nein, nicht überrascht. Es schien ihm peinlich zu sein Elke zu begegnen. Es war als hätte sie ihn bei etwas überrascht, das besser unentdeckt geblieben wäre.
"Grüß’ dich Elke", sagte er nur und ging mit gesenktem Kopf weiter.
"Das ist ja merkwürdig", flüsterte Elke vor sich hin, "ich muss wissen, wohin er geht."
Die Frau spielte gerne Privatdetektivin. Es war ein Hobby dem sie gerne frönte.
Sie drehte sich um und blickte Markus nach, der gerade um eine Ecke verschwand. Elke ging ihm hinterher. An der Ecke blieb sie kurz stehen und lugte drum herum. Er verschwand in einem Haus. Sie ging darauf zu und erkannte sofort, dass es sich um eine Spielhalle handelte. Das kam ihr nicht weiter merkwürdig vor und sie ging daran vorüber. Im Vorbeigehen blickte sie durch die geöffnete Tür und sah wie er vor einem Geldspielgerät saß. Die Frau konnte nicht verstehen, was die Leute daran fanden an solchen Geräten zu spielen, verurteilte sie aber nicht.
Elke wunderte sich allerdings darüber, dass Anita nicht bei ihm war. Eigentlich wollten die Beiden sich heute treffen. Das war merkwürdig. Sie überlegte sich ob sie zu Markus hingehen und nachfragen sollte, ob etwas passiert war. Sie war schon drauf und dran die Spielhalle zu betreten, da überlegte sie es sich doch noch einmal anders. Statt das Gebäude zu betreten wandte sie sich um und ging weiter. Über eine schmale Gasse gelangte sie auf die Lederstraße. Immer wieder kamen alte Erinnerungen und Erlebnisse in ihr Gedächtnis. Markus hatte sie bald vergessen.
Calw war ein kleines Städtchen und so kehrte sie schließlich zum Parkplatz zurück. Sie machte sich auf den Weg nach Hause. Dort gab es immer noch viel Arbeit. Trotz der Hilfe von Anita war noch einiges in der Küche zu tun. Das wollte sie nach einer gemütlichen Tasse Kaffee in Angriff nehmen.
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Freitag, 25. Januar 2013
klauspfrommer, 23:35h
4. Kapitel
'Das darf doch nicht wahr sein' dachte Anita.
Markus war bis zum Mittag nicht gekommen, hatte auch nichts von sich hören lassen. Sie hatte bei ihm angerufen, doch er meldete sich nicht. Jetzt war es bereits nach dreizehn Uhr. Aufgeregt ging die Frau in ihrer Wohnung auf und ab. Sie kam ins Grübeln.
Das war nicht das erste Mal, dass dies geschah. In letzter Zeit kam es immer häufiger vor. Anita wurde sauer. Sie wusste nicht wieso sie immer noch mit Markus zusammen war. Seit er damals die Diebstähle begangen hatte, war es nie wieder so geworden wie es einst gewesen war.
Sie hatte sich seinerzeit in den blonden Jungen mit den blauen Augen verliebt. Sie glaubte ihn immer lieben zu können.
Was Markus über die Beziehung dachte wusste sie nicht genau. Er meinte, sie würde ihm für immer treu sein. Ihn immer lieben. Daran gab es bis jetzt auch noch keine Zweifel. Ihre Liebe hatte seine Dummheit mit den Diebstählen überstanden.
'Es wird Zeit, dass wir einmal ein ernstes Gespräch über unsere Beziehung und über unser weiteres Leben führen.'
So wie es im Moment mit ihnen lief konnte es nicht weiter gehen. Anita machte sich wirklich ernste Gedanken. Sollte Elke am Ende Recht haben. Ihre Freundin hatte Zweifel in ihr aufkeimen lassen. Zweifel daran, ob Markus immer offen und ehrlich zu ihr war.
Für den heutigen Tag hatte sie nun keine weiteren Pläne mehr. Sie hatte sich für einen Sonntagsausflug gerichtet und wollte nun nicht den ganzen Tag zuhause verbringen. Auf gut Glück rief sie bei ihrer Kusine an. Anita hatte Glück. Petra war zu Hause und freute sich auf den Anruf. Die Frau war bereits verheiratet und hatte auch schon zwei Kinder - Zwillinge. Sie lud Anita zum Kaffee ein.
Den Weg nach Hirsau nahm Anita gerne in Kauf um noch etwas raus zu kommen. Sie würden sicherlich noch einen kleinen Spaziergang machen. Das würde ihr gut tun und sie würde wieder auf andere Gedanken kommen.
'Das darf doch nicht wahr sein' dachte Anita.
Markus war bis zum Mittag nicht gekommen, hatte auch nichts von sich hören lassen. Sie hatte bei ihm angerufen, doch er meldete sich nicht. Jetzt war es bereits nach dreizehn Uhr. Aufgeregt ging die Frau in ihrer Wohnung auf und ab. Sie kam ins Grübeln.
Das war nicht das erste Mal, dass dies geschah. In letzter Zeit kam es immer häufiger vor. Anita wurde sauer. Sie wusste nicht wieso sie immer noch mit Markus zusammen war. Seit er damals die Diebstähle begangen hatte, war es nie wieder so geworden wie es einst gewesen war.
Sie hatte sich seinerzeit in den blonden Jungen mit den blauen Augen verliebt. Sie glaubte ihn immer lieben zu können.
Was Markus über die Beziehung dachte wusste sie nicht genau. Er meinte, sie würde ihm für immer treu sein. Ihn immer lieben. Daran gab es bis jetzt auch noch keine Zweifel. Ihre Liebe hatte seine Dummheit mit den Diebstählen überstanden.
'Es wird Zeit, dass wir einmal ein ernstes Gespräch über unsere Beziehung und über unser weiteres Leben führen.'
So wie es im Moment mit ihnen lief konnte es nicht weiter gehen. Anita machte sich wirklich ernste Gedanken. Sollte Elke am Ende Recht haben. Ihre Freundin hatte Zweifel in ihr aufkeimen lassen. Zweifel daran, ob Markus immer offen und ehrlich zu ihr war.
Für den heutigen Tag hatte sie nun keine weiteren Pläne mehr. Sie hatte sich für einen Sonntagsausflug gerichtet und wollte nun nicht den ganzen Tag zuhause verbringen. Auf gut Glück rief sie bei ihrer Kusine an. Anita hatte Glück. Petra war zu Hause und freute sich auf den Anruf. Die Frau war bereits verheiratet und hatte auch schon zwei Kinder - Zwillinge. Sie lud Anita zum Kaffee ein.
Den Weg nach Hirsau nahm Anita gerne in Kauf um noch etwas raus zu kommen. Sie würden sicherlich noch einen kleinen Spaziergang machen. Das würde ihr gut tun und sie würde wieder auf andere Gedanken kommen.
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Donnerstag, 24. Januar 2013
klauspfrommer, 22:55h
3. Kapitel
Kurz vor elf Uhr traf Anita in Höfen ein. Sie hatte das Haus in dem Elke eine Wohnung angemietet hatte nicht sofort gefunden. Sie musste sich erst durchfragen. Ihren roten VW Polo stellte die Frau am Bürgersteigrand ab, stieg aus und schloss den Wagen ab. Dann begutachtete Anita das Haus. Es war ein Neubau, vielleicht zwei Jahre alt. Sie schätzte, dass es sechs Wohnungen hatte. Über einen schmalen Schotterweg schritt sie auf den Eingang zu. Sie schaute sich gerade die Namen auf den Namensschildern an - es waren tatsächlich sechs - als die Tür aufging und eine ältere Frau heraus trat.
"Guten Morgen junge Dame", sagte die Frau, "kann ich ihnen helfen?"
Anita hatte nicht damit gerechnet, dass ausgerechnet in diesem Augenblick jemand aus dem Haus kam und erschrak als die Tür geöffnet wurde.
"Das können sie tatsächlich. Meine Freundin Elke Müller ist hier kürzlich eingezogen."
Die Grauhaarige wusste sofort um wen es sich handelte.
"Aber natürlich. Sie meinen das junge Ding aus Wohnung fünf. Das ist oben unterm Dach. Ich fürchte allerdings, dass sie im Moment nicht da ist. Ich habe sie vor einer halben Stunde aus dem Haus gehen sehen. Bis jetzt ist sie noch nicht wieder zurück gekommen."
Anita sagte der Frau, dass sie mit ihrer Freundin verabredet sei.
"Vielleicht klingeln sie besser mal. Es kann auch sein, dass ich nicht mitbekommen habe, dass sie zurück gekommen ist."
Die Frau wandte sich Richtung Straße und wollte gerade weiter gehen da drehte sie sich nochmals um und sagte:
"Ihr Auto steht nicht da. Dann ist sie doch noch unterwegs."
"Ich danke Ihnen Frau...."
"Gießler."
"Frau Gießler. Da muss ich wohl warten. Ich möchte meiner Freundin noch etwas beim Herrichten der Wohnung helfen. Ich habe es ihr versprochen."
Sie wünschte der Frau, die nun weiter ging, noch einen schönen Tag und ging zum Auto zurück. Die alte Frau ging gemächlich den Gehweg entlang. Anita schaute ihr hinterher.
Wenig später bog ein Auto um die Ecke. Es war Elke mit ihrem Wagen. Sie parkte hinter Anita. Die beiden Frauen begrüßten sich und gingen zum Haus.
"Hallo. Ich hoffe du hast nicht allzu lange gewartet. Ich musste noch ein paar Sachen besorgen. Allerdings habe ich ziemlich gebummelt."
"Das ist nicht so schlimm", beteuerte Anita, "so habe ich wenigstens gleich eine deiner Nachbarinnen kennen gelernt. Frau Gießler heißt die Dame. Eine nette Person."
"Ja, sie ist sehr freundlich. Vorgestern war ich schon zum Kaffee bei ihr eingeladen."
Elke schloss die Eingangstür auf und ging hinein.
„Allerdings glaube ich, dass sie mich auch mustern wollte.“
Anita trat durch die Tür die ihr ihre Freundin aufhielt.
"Hey, ich dachte du hättest eingekauft. Wo sind denn die ganzen Sachen?"
"Im Auto. Die können wir später aber auch noch holen. Jetzt komm' erst mal mit rauf."
"Wie du meinst."
„Was ist eigentlich mit Markus“, wollte Elke wissen, „kommt er noch oder was ist los?“
Anita stieß einen kurzen Seufzer aus.
„Er wollte nicht helfen. Im Moment ist es schlimm mit ihm. Zurzeit hat er gar keinen Antrieb. Das liegt bestimmt an seiner Arbeit“, spielte Anita die Situation herunter.
„Ob das mal stimmt“, entgegnete ihre Freundin nur.
Das Treppenhaus war großzügig angelegt. Zwei Etagen mussten sie hoch steigen. Nr. 5 lag auf der linken Seite. Elke schloss die Wohnungstür auf und ließ Anita eintreten.
"Als Erstes mache ich eine kurze Führung mit dir. Ich meine viel gibt es nicht zu sehen. Es ist nur eine 2-Zimmer-Wohnung."
Nach der kurzen Besichtigung gingen sie auf den Balkon. Es war ein sonniger Junitag und bevor sie mit der Arbeit anfangen wollten, tranken sie noch einen kalten Schluck Limonade.
"Die ganzen Regale und Schränke müssen noch eingeräumt werden. Außerdem möchte ich noch das Schlafzimmer neu streichen. Das mache ich aber nächste Woche, da ich erst Farbe kaufen muss."
"Soll mir recht sein. Die Wohnung gefällt mir übrigens sehr gut. So schön hell und sonnig."
"Ja das ist sie, und die Miete ist für mich auch bezahlbar. Lass uns jetzt aber lieber mal anfangen. Es gibt sehr viel zu tun."
"Dann lass' es uns anpacken", sagte Anita und stand auf.
Stundenlang waren die beiden Frauen damit beschäftigt die Kartons, die überall verstreut herum standen in die Schränke und die Regale einzuräumen. Zwischendurch aßen sie eine Kleinigkeit zu Mittag. Als sie endlich fertig waren zeigte die Uhr schon Vier.
"Endlich geschafft", sagte Elke, "ich bin froh, dass du mir geholfen hast."
"Das habe ich gern getan."
Sie setzten sich noch ein Weile auf den Balkon. Am Abend lud Elke ihre Freundin zum Essen ein. Sie meinte als Lohn für ihre Hilfe.
Danach fuhr Anita nach Hause. Sie war doch erschöpft und war froh als sie in Würzbach ankam. Es waren zwar nur fünfzehn Kilometer zu fahren, dennoch war sie froh. An diesem Abend ging sie schon früh zu Bett.
Kurz vor elf Uhr traf Anita in Höfen ein. Sie hatte das Haus in dem Elke eine Wohnung angemietet hatte nicht sofort gefunden. Sie musste sich erst durchfragen. Ihren roten VW Polo stellte die Frau am Bürgersteigrand ab, stieg aus und schloss den Wagen ab. Dann begutachtete Anita das Haus. Es war ein Neubau, vielleicht zwei Jahre alt. Sie schätzte, dass es sechs Wohnungen hatte. Über einen schmalen Schotterweg schritt sie auf den Eingang zu. Sie schaute sich gerade die Namen auf den Namensschildern an - es waren tatsächlich sechs - als die Tür aufging und eine ältere Frau heraus trat.
"Guten Morgen junge Dame", sagte die Frau, "kann ich ihnen helfen?"
Anita hatte nicht damit gerechnet, dass ausgerechnet in diesem Augenblick jemand aus dem Haus kam und erschrak als die Tür geöffnet wurde.
"Das können sie tatsächlich. Meine Freundin Elke Müller ist hier kürzlich eingezogen."
Die Grauhaarige wusste sofort um wen es sich handelte.
"Aber natürlich. Sie meinen das junge Ding aus Wohnung fünf. Das ist oben unterm Dach. Ich fürchte allerdings, dass sie im Moment nicht da ist. Ich habe sie vor einer halben Stunde aus dem Haus gehen sehen. Bis jetzt ist sie noch nicht wieder zurück gekommen."
Anita sagte der Frau, dass sie mit ihrer Freundin verabredet sei.
"Vielleicht klingeln sie besser mal. Es kann auch sein, dass ich nicht mitbekommen habe, dass sie zurück gekommen ist."
Die Frau wandte sich Richtung Straße und wollte gerade weiter gehen da drehte sie sich nochmals um und sagte:
"Ihr Auto steht nicht da. Dann ist sie doch noch unterwegs."
"Ich danke Ihnen Frau...."
"Gießler."
"Frau Gießler. Da muss ich wohl warten. Ich möchte meiner Freundin noch etwas beim Herrichten der Wohnung helfen. Ich habe es ihr versprochen."
Sie wünschte der Frau, die nun weiter ging, noch einen schönen Tag und ging zum Auto zurück. Die alte Frau ging gemächlich den Gehweg entlang. Anita schaute ihr hinterher.
Wenig später bog ein Auto um die Ecke. Es war Elke mit ihrem Wagen. Sie parkte hinter Anita. Die beiden Frauen begrüßten sich und gingen zum Haus.
"Hallo. Ich hoffe du hast nicht allzu lange gewartet. Ich musste noch ein paar Sachen besorgen. Allerdings habe ich ziemlich gebummelt."
"Das ist nicht so schlimm", beteuerte Anita, "so habe ich wenigstens gleich eine deiner Nachbarinnen kennen gelernt. Frau Gießler heißt die Dame. Eine nette Person."
"Ja, sie ist sehr freundlich. Vorgestern war ich schon zum Kaffee bei ihr eingeladen."
Elke schloss die Eingangstür auf und ging hinein.
„Allerdings glaube ich, dass sie mich auch mustern wollte.“
Anita trat durch die Tür die ihr ihre Freundin aufhielt.
"Hey, ich dachte du hättest eingekauft. Wo sind denn die ganzen Sachen?"
"Im Auto. Die können wir später aber auch noch holen. Jetzt komm' erst mal mit rauf."
"Wie du meinst."
„Was ist eigentlich mit Markus“, wollte Elke wissen, „kommt er noch oder was ist los?“
Anita stieß einen kurzen Seufzer aus.
„Er wollte nicht helfen. Im Moment ist es schlimm mit ihm. Zurzeit hat er gar keinen Antrieb. Das liegt bestimmt an seiner Arbeit“, spielte Anita die Situation herunter.
„Ob das mal stimmt“, entgegnete ihre Freundin nur.
Das Treppenhaus war großzügig angelegt. Zwei Etagen mussten sie hoch steigen. Nr. 5 lag auf der linken Seite. Elke schloss die Wohnungstür auf und ließ Anita eintreten.
"Als Erstes mache ich eine kurze Führung mit dir. Ich meine viel gibt es nicht zu sehen. Es ist nur eine 2-Zimmer-Wohnung."
Nach der kurzen Besichtigung gingen sie auf den Balkon. Es war ein sonniger Junitag und bevor sie mit der Arbeit anfangen wollten, tranken sie noch einen kalten Schluck Limonade.
"Die ganzen Regale und Schränke müssen noch eingeräumt werden. Außerdem möchte ich noch das Schlafzimmer neu streichen. Das mache ich aber nächste Woche, da ich erst Farbe kaufen muss."
"Soll mir recht sein. Die Wohnung gefällt mir übrigens sehr gut. So schön hell und sonnig."
"Ja das ist sie, und die Miete ist für mich auch bezahlbar. Lass uns jetzt aber lieber mal anfangen. Es gibt sehr viel zu tun."
"Dann lass' es uns anpacken", sagte Anita und stand auf.
Stundenlang waren die beiden Frauen damit beschäftigt die Kartons, die überall verstreut herum standen in die Schränke und die Regale einzuräumen. Zwischendurch aßen sie eine Kleinigkeit zu Mittag. Als sie endlich fertig waren zeigte die Uhr schon Vier.
"Endlich geschafft", sagte Elke, "ich bin froh, dass du mir geholfen hast."
"Das habe ich gern getan."
Sie setzten sich noch ein Weile auf den Balkon. Am Abend lud Elke ihre Freundin zum Essen ein. Sie meinte als Lohn für ihre Hilfe.
Danach fuhr Anita nach Hause. Sie war doch erschöpft und war froh als sie in Würzbach ankam. Es waren zwar nur fünfzehn Kilometer zu fahren, dennoch war sie froh. An diesem Abend ging sie schon früh zu Bett.
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