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Freitag, 1. Mai 2015
Cosma Nova - Das kosmische Interview!!!
klauspfrommer, 15:37h
Eine junge Band aus Berlin ist gerade auf dem Weg den Musikkosmos zu erobern. Ihr Name Cosma Nova. In ihrer Musik vereinen sich Einflüsse von Rock, Pop, Gothic und Alternative zu einem eigenen, zeitlosen Sound. Die deutsch gesungenen Texte werfen einen Blick unter die Oberfläche des Lebens und reichen bis in die Weiten des Universums. Offiziell gegründet wurde die Band 2013. Die Geschichte reicht aber noch etwas weiter zurück. Wer sind denn nun Cosma Nova?
Maya:
Wir sind eine deutschsprachige Pop/Rock-Band. Cosma Nova sind Sascha Blach (Gitarre, Songwriter, Produzent), Shahar Levy (Bass), Christian Sievers (Schlagzeug) und Maya Nikolic (Sängerin, Co-Writerin).
Sascha:
Oder um es etwas poetischer zu formulieren, wir sind das Sprachrohr für die Sterne und fassen deren Energie in für Menschen hörbare Musik ... ;-)
Gehen wir zurück ins Jahr 2011. Das Jahr in dem ihr euch kennen gelernt habt. Wie war das erste Aufeinandertreffen?
Maya:
Im Grunde wie ein Blind Date (grinst). Sascha und ich haben uns über eine Internet-Anzeige in einer Musikerkontaktbörse kennengelernt. Sascha war auf der Suche nach einer Sängerin, die ein paar Lieder für ihn einsingt. Ich habe die Anzeige gelesen und mich gemeldet. Dabei haben wir dann witzigerweise festgestellt, dass wir nur zwei Straßen auseinander wohnten. Wenn man weiß wie groß Berlin ist, ist das schon ein erstaunlicher Zufall. Bei unserem ersten Treffen im Café Nord in Pankow saß dann Rainald Grebe, ein Berliner Kabarettist, am Nachbartisch. Das
habe ich sofort als ein sehr gutes Zeichen gewertet.
Sascha:
Ein Song über das Café Nord als Schicksalsort steht also noch aus. Passt nur nicht so richtig in den Sternenkontext. Im Ernst, meinerseits war das damals eigentlich nur als reine Session-Geschichte angedacht, da ich keine weitergehenden Ambitionen hatte. Ich bin ansonsten eher im Metal-Bereich tätig, bin aber musikalisch sehr offen und so sind über die Jahre auch immer wieder eher poppige Ideen entstanden, die bei keiner anderen Band passten. Irgendwann überkam mich der Ehrgeiz, sie zumindest
mal mit einer Sängerin fertig zu stellen, damit sie nicht auf Lebzeit unvollendet in der Schublade liegen. Ich wollte keine weitere Band gründen, aber irgendwie
konnten Maya und ich nicht anders, weil die Chemie so gut stimmte. Das Ergebnis ist bekannt.
Also war Euer erstes Treffen ein erstaunlicher Zufall oder aber kosmische Vorherbestimmung, je nach Weltanschauung. Gemeinsam ging es mit dem Projekt „Maya im Wunderland“ los. Wie kam es zu Cosma Nova?
Maya:
Wir hatten beide nach 1,5 Jahren „Maya im Wunderland“ das Gefühl, dass wir uns musikalisch noch mal anders ausrichten wollten. Weg vom klassischen Pop hin zu Pop-Rock. Das lag uns beiden besser. Deshalb wurde dann auch eine Namensänderung fällig.
Sascha:
Ja, wir steckten so ein bisschen in der Sackgasse, da wir nicht mehr so recht voran kamen und in mir stellte sich immer mehr Unzufriedenheit mit einem Teil der
vorhandenen Songs ein. Dass dann teilweise sogar Schlager-Vergleiche kamen, war zu viel für mich, haha. Da war klar, dass wir noch mal neu starten mussten – diesmal deutlich rockiger und auch etwas melancholischer in der Grundanlage.
Cosma Nova ist jedoch nicht euer einziges Betätigungsfeld. Maya, du arbeitest auch als DJ. Sascha, du bist noch als Musikproduzent tätig und bist unter anderem auch mit „Eden weint am Grab“ unterwegs. Bleibt da immer die nötige Zeit für Cosam Nova? Für eure Auftritte und für neue Songs müsst ihr ja Proben.
Maya:
Die Zauberworte hier heißen eigentlich Organisation und Struktur. Aber auch ein bisschen Spontaneität. Manchmal muss man halt auch spontan proben können oder nochmals umstrukturieren. Aber alles in allem klappt es sehr gut. Es gibt natürlich Überschneidungen, aber erstaunlich wenige.
Sascha:
Ich frage mich manchmal selbst, wie ich nunmehr fünf verschiedene Projekte unter einen Hut bekomme. Vor allem, dass es mir doch immer wieder gelingt, mit allen Bands regelmäßig neues Material zu veröffentlichen und dass der kreative Fluss nie
versiegt. Davor habe ich manchmal etwas Angst, dass der Zeitpunkt kommt, an dem mir nichts mehr einfällt oder ich nichts mehr zu sagen habe. Bislang half mir die Tatsache, dass ich einerseits sehr schnell arbeiten kann und andererseits gut organisiert bin. Und solange eine der Bands nicht mal das ganze Jahr über unterwegs ist, geht es auch konzert- und probetechnisch immer irgendwie alles. Da hilft es auch, dass wir sehr zielorientiert proben und wenn das Live-Programm erstmal verinnerlicht ist nur noch zur Konzertvorbereitung im Proberaum zusammen kommen.
Im Oktober 2014 war es soweit – „Sternenstaub Inc.“. Die Songs waren abgemischt, das Album eingespielt. Wir war für euch der Augenblick als das Debüt Album erschien?

Maya:
Wir hatten ein Release Konzert einen Tag vor Veröffentlichung des Albums. Da haben wir mit vielen Freunden und Fans gefeiert. Einen Tag später wollten wir eigentlich auch noch eine Release Party machen, aber da kam kurzfristig ein Auftritt für Berlin leuchtet e.V. rein, den wir natürlich sehr gerne wahrgenommen
haben. Somit musste die Party weichen, wurde aber im Winter als Weihnachtsfeier nachgeholt.
Das Album beinhaltet auch den Song „Berlins Lichtermeer“. Mit dem dazugehörigen Video habt ihr den 1. Platz beim internationalen Musikvideoclip-Wettbewerb des Bundesverbandes deutscher Film-Autoren e.V. gewonnen. Auch wenn das schon eine Weile zurück liegt, hier nochmals meine Glückwünsche. Doch was bedeutet euch ganz persönlich Berlin?
Maya:
Berlin ist mittlerweile mein Zuhause. Ich lebe seit 10 Jahren in Berlin. Hier habe ich mir meine Arbeit und mein komplettes Umfeld aufgebaut.
Sascha:
Dito. Der Song ist eine Ode an die nächtliche Seite dieser schönen und so vielfältigen Stadt, deren alternativen und kulturellen Geist ich besonders schätze. Ich bin ähnlich lang wie Maya hier und möchte auch nicht mehr weg.
Eine Gemeinsamkeit. Ihr seid beide nicht in Berlin geboren und euer Weg hat euch beide in die Hauptstadt geführt. Doch zurück zur Musik. Die Menschen stecken bedauerlicherweise gerne in Schubladen. Das lässt sich eure Musik glücklicherweise nicht. Dafür gibt es zu viele Einflüsse. Doch welche Künstler inspirieren Euch?
Maya:
Meine absolute Lieblingsband sind The Eagles. Ich LIEBE diese Band, kann aber nicht sagen warum. War schon immer so. Ein Traum ist ein Live-Konzert. Leider
habe ich die beiden letzten Eagles-Berlin-Konzerte verpasst und hoffe, dass sie bald wieder kommen. Da bin ich dabei… und Christian übrigens auch (hat er mir
versprochen!). Meine absolute Lieblingssängerin ist Whitney Houston. Ich mochte auch immer sehr ihren Stil, der war so Lady-like. Ansonsten mag ich noch die Neue Deutsche Welle und hier natürlich ganz besonders Nena.
Sascha:
Ich mag keinen der von Maya genannten Künstler, haha. Wie schon erwähnt höre und mache ich viel Metal. Ich liebe aber auch Alternative/Indie, Classic Rock, tiefsinnige Pop-Musik, elektronische Klänge, Soundtracks, Folklore, Avantgarde, Trip-Hop etc. Bei Cosma Nova versuchen wir letzten Endes aber einfach, einprägsame, rockige Pop-Songs in unserem ganz eigenen Stil zu schreiben und uns nicht zu sehr von all den Einflüssen, die uns umgeben, verwirren zu lassen.
Sascha, du bist sozusagen der Mastermind der Band. Musik und Texte des Albums stammen aus deiner Feder. Vor allem die Texte sind tiefgründig und hinterfragen, es ist nicht einfach nur kurzweilige Unterhaltung. Wie wichtig ist es dir nicht nur seichte Popmusik zu schreiben?
Sascha:
Ja, wer mich etwas kennt, weiß, dass ich gar nicht anders kann, weil mein innerer Rebell sonst sofort auf die Barrikaden steigt. Ich bin ein Mensch, der vieles
hinterfragt und es gerne philosophisch und poetisch mag. Diese Seite von mir mit eher poppiger Musik zu verbinden, finde ich spannend, da mir der Großteil der
Popmusik da draußen in der Tat zu oberflächlich und nichtssagend ist.
Levy du bist - nennen wir es - das jüngste Bandmitglied. Wurdest du gut in die Cosma Nova Familie aufgenommen?

Levy:
Ich wurde sehr gut von den anderen Bandmitgliedern aufgenommen. Was mich aber wirklich überrascht hat, war wie gut und schnell mich die Cosma Nova Fans akzeptiert haben. Ich habe sehr viele Freundschaftsanfragen auf Facebook bekommen und einige fragen mich regelmäßig, wie es mir geht, was ich sehr cool finde. Ich freue mich über weitere Fan-Anfragen (und hoffe, dass es sie nicht stört,
dass ich viel in hebräisch poste).
Nach oben ist es eher ein langer und oftmals steiniger Weg. Es gibt Casting-Shows in denen Talente oft kurzfristig nach oben gepuscht werden und genau so schnell wieder in der Versenkung verschwinden. Welcher ist eurer Meinung nach der richtige Weg um wirklich Bestand zu haben?
Maya:
Ich denke, man braucht Ausdauer und einen sehr starken Willen. Zielstrebigkeit und Disziplin sind ebenso wichtige Faktoren. Über allem schwebt natürlich die Musik und die Kreativität.
Sascha:
Casting-Shows sind etwas für die breite Masse, um sie von sich selbst, den Problemen dieser Welt und wirklich tiefgehender Musik abzulenken. Brot und
Spiele. Ich würde mich weigern, uns in ein solches Format eingliedern zu lassen, weil dort nicht wirklich Individualität und Eigenständigkeit gefördert werden.
Es geht nicht darum, ernsthafte Künstler zu etablieren, sondern künstlich Emotionen zu kreieren, um möglichst hohe Quoten zu erzielen. Natürlich ist die Haltwertszeit und die Tiefe der Musik, die daraus hervor geht, meist sehr gering. Wir sinnieren oft darüber, wie man erfolgreich werden kann, ohne sich verbiegen zu müssen, denn es wird angesichts der großen Fülle an Musik immer schwieriger, auf sich aufmerksam zu machen. Von daher denke ich auch, dass es der einzige Weg ist, konstant
weiterzumachen und den Weg in kleinen Schritten zu gehen bzw. weiterhin zu hoffen, irgendwann zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein.
Um mal ein Sprichwort einzuwerfen - Das Klappern gehört zum Handwerk - oder anders gesagt: Publicity gehört zum Business auf alle Fälle dazu. Ist das aber wirklich so?
Maya:
Publicity ist ein weitgefächerter Begriff. Wenn Du jetzt meinst, dass über die Band in verschiedenen Medien berichtet wird, ist das klar. Wenn Du meinst, dass auch möglichst viel vom Privatleben der Bandmitglieder bekannt sein sollte, schränke ich
das gerne ein. Klar gibt es Dinge, die auch in die Öffentlichkeit gelangen, aber z.B. in der Öffentlichkeit über Intimitäten sprechen, die dort eigentlich nicht hingehören, nur um Publicity zu haben... nee... ich glaube da sind wir uns einig, dass wir das alle
nicht wollen.
Sascha:
Ich denke, Maya ist ganz gut darin, Publicity für die Band zu generieren, denn sie hat die sozialen Netzwerke fest in ihrer Hand ;-) Publicity im Sinne von Präsenz ist natürlich wichtig, denn man kann noch so gute Songs schreiben, von alleine werden sie die Welt eher selten erobern. Daher immer schön laut schreien, wie die Marktschreier, haha. Ich bin eher der stille Typ, der sich gerne aus der Öffentlichkeit
zurückhält, daher bin ich sehr froh, dass Maya das sehr gut kann. Also nicht das Schreien, sondern soziale Netzwerke füttern.
In diesem Punkt ergänzt ihr euch wunderbar. Je erfolgreicher und bekannter ihr aber werdet umso mehr ist die Öffentlichkeit auch an eurem Privatleben interessiert. Die Neugier der Menschheit ist halt ein Urinstinkt. Es gibt aber Möglichkeiten – entweder man schottet das komplett ab oder lebt „öffentlich“. Was ist bei euch wahrscheinlicher?
Maya:
Wahrscheinlich ist eine Mischung aus beidem. Bestimmte Themen ja, andere nein.
Sascha:
In meinem Fall komplette Abschottung, mein Privatleben geht niemanden etwas an. Ich mag den Personenkult nicht, der um viele Musiker gemacht wird, auch wenn es irgendwie normal scheint. Denn nur weil jemand gute Musik macht, heißt es nicht,
dass er/sie ein besserer oder interessanterer Mensch ist. Ich lasse daher gerne die Musik für sich sprechen.
Die Musikbranche hat sich im Zeitalter der digitalen Medien sehr verändert. Es werden mehr Downloads getätigt. Physische Musikträger scheinen immer mehr an Bedeutung zu verlieren. Immer wenn ich in Straßburg unterwegs bin denke ich an Virgin zurück, die Musikgeschäfte des Plattenlabels wurden in Frankreich seit längerer Zeit geschlossen. In Süddeutschland gingen vor Jahren schon die Lichter in den Filialen von WOM (World of Music) aus. Den typischen Plattenladen um die Ecke gibt es so gut wie gar nicht mehr. Wie seht ihr diese Entwicklung?
Maya:
Irgendwie schade ist es
schon. Ich erinnere mich auch noch daran, wie ich als Teenie im CD-Laden stand und jede einzelne CD in die Hand genommen und angeguckt habe. Manchmal mache ich das heute noch, aber eher selten. Ich gebe zu, ich bin sehr auf Plattformen wie iTunes umgestiegen, einfach weil es so schön schnell ist. Mir gefällt ein Song und schwupp-di-wupp hab ich ihn auf dem Rechner. Als DJ ist es Traum! Nichtsdestotrotz finde ich unsere Entscheidung ein komplettes Album (keine EP!) als physische CD rauszubringen total toll! Wenn man das eigene Werk in der Hand hält, das hat schon was!
Sascha:
Ja, ich bin da eher noch von der alten Schule und hole mir lieber CDs. Downloads habe ich in meinem Leben erst ein bis zwei Mal gekauft. Ich fände es
bedauernswert, wenn der physische Tonträgermarkt irgendwann komplett wegfallen würde, denn für mich gehört zu einem guten Album auch immer ein Booklet, das ich dazu durchblättern kann, und dass ich es mir ins Regal stellen kann. Ebenso wie Maya mag ich komplette Alben, denn sie sind immer der Spiegel einer bestimmten Zeit. Die Songs gehören einfach zusammen und man macht sich ja auch Gedanken
bei der Zusammenstellung, damit eine bestimmte Spannungskurve entsteht.
In der heutigen schnelllebigen Gesellschaft ist vieles was gerade In ist morgen wieder Out und vergessen. In der Musikbranche sieht es nicht viel anders aus. Die Menschen werden schnell überdrüssig. Ein digitaler Download ist da schnell gelöscht und vergessen. Jedoch eine CD oder Vinylplatte wird nicht so schnell entsorgt. Nach Jahren kramt man sie wieder heraus und findet. Hey, das ist tolle Musik. Was macht eurer Meinung nach Songs aus, die man auch noch nach Jahren hören möchte?
Maya:
Für mich müssen Text und Melodie einfach gut zusammen passen. Wenn mir ein Song musikalisch gefällt und er dann auch noch einen super schönen Text hat, bin ich Fan und kann ihn immer wieder hören. Er muss mich einfach emotional berühren oder ich muss mich in den Texten wiedererkennen. Dann entsteht automatisch eine Verbindung.
Sascha:
Für mich ist eine gewisse Tiefe dazu noch wichtig, dass man auch nach mehrmaligem Hören noch kleine Details entdecken kann. Aber insgesamt sind es bei
mir eher komplette Alben, die ich immer wieder rauskrame als einzelne Songs.
Live Auftritte sind Euch wichtig. Neben Berlin und Hamburg steht nun bald Nauheim auf dem Programm? Maya deine Heimatstadt, die du immer mal wieder besuchst. Freust du dich auf den Auftritt?
Maya:
Ja, sehr! Ich habe 20 Jahre in Nauheim gelebt, bin dort aufgewachsen, bin meine ersten musikalischen Schritte gegangen. Ich verdanke Nauheim viel und freue mich viele Freunde, Bekannte und „alte“ Schulkollegen beim Konzert zu treffen.
Werden wir Euch im Lauf des Jahres auch noch in anderen Städten live erleben dürfen?
Maya:
Wir arbeiten daran... ;)
Könnt ihr Euch auch vorstellen als Support einer „großen Band“ mit auf Tournee zu gehen um weitere Fans zu gewinnen?
Maya:
Ja klar. Wenn es musikalisch passt, hätten wir sicher großen Spaß daran, eine bereits bekannte Band zu supporten.
Sascha:
Dies schließt an die Frage nach dem steinigen Weg zum Erfolg an, denn solche Touren im Vorprogramm einer großen Band sind für jeden Newcomer dankbar, um ein größeres Publikum zu erreichen. Leider spielt da aber auch immer die Politik von Seiten der Booking-Agenturen und Plattenlabels eine Rolle, so, dass es etwas Glück und Connections braucht, um irgendwo reinzurutschen.
Ja, mit der Frage schließt sich auch langsam der Kreis. Ein neues Album ist in Arbeit. Bis zum Erscheinen wird noch eine ganze Zeit vergehen. Viele Künstler veröffentlichen im Vorfeld eine Single. Bei „Sternenstaub Inc.“ hat es das nicht gegeben. Wie sieht das beim kommenden Werk aus um den Fans die Wartezeit zu verkürzen?
Maya:
Darüber denken wir gerade noch nicht nach. Noch sind wir im Jahr 1 nach Veröffentlichung des ersten Albums. Klar denken wir schon an ein zweites und das
eine oder andere Lied entsteht schon und wird auch bei zukünftigen Live-Konzerten schon zu hören sein, aber ob wir das vorher veröffentlichen, das ist noch
Zukunftsmusik.
Sascha:
Genau genommen stehen erst eineinhalb Lieder. Ich weiß noch nicht, wann wir dazu kommen, an mehr zu arbeiten. Aber bislang war es bei mir immer so, dass die Zeit für ein bestimmtes Album irgendwann einfach reif war und dann kann es mitunter ganz schnell gehen. Ich lass mich selbst überraschen. Momentan steht bei mir aber erstmal die Arbeit an anderen Werken im Fokus.
Mal aus dem Nähkästchen geplaudert. Wird das neue Album auch gemeinsam geschriebene Songs beinhalten?
Maya:
Für mich sind alle unsere Songs gemeinsame Babys, auch wenn Sascha sie schreibt. Ich bin ja am Prozess beteiligt. Es ist wie bei einem echten Baby: einer macht die Geburt und dann kümmern sich beide darum, dass es groß wird. ;)
Sascha:
Eh, jetzt Gerüchte aufkommen, wir haben keinen Sex im Studio, haha.
Maya:
Das war jetzt eine sogenannte Steilvorlage... hahaha. Christian denkt jetzt: Warum eigentlich nicht? Hahaha...

Christian:
Auch im Studio gilt: Erst die Arbeit, dann der Rock’n Roll. Oder umgekehrt?
Sascha:
Jeder hat eben so seine eigenen Talente. Mir gehen Songs und Texte leicht von der Hand. Das ist eine schöne Gabe, für die ich sehr dankbar bin. Maya dagegen ist gut darin, das Ganze nach außen zu tragen, sie kümmert sich um Public Relations,
macht Promotion, organisiert - ist der Motor, der uns immer wieder antreibt. Ich finde, das ist für eine Band genau so wichtig, denn es geht um mehr als nur um die Musik. Von daher wird sich auch grundsätzlich nichts an unserer Arbeitsweise ändern, schätze ich. Aber wer weiß?
Die Frage zum Schluss. Was ist das größte Glück und was ein großer Wunsch von jedem Einzelnen von euch?
Maya:
Das größte Glück ist für mich eine Familie zu haben und meine Berufung erfüllt ausleben zu dürfen und dabei materielle Sicherheit zu haben. Mein großer Wunsch ist, dass mich die Musik mein Leben lang trägt. Leicht wie eine Feder.
Sascha:
Dass die Kreativität nicht versiegt und ich physisch sowie psychisch und finanziell in der Lage bin, weiterhin viele Alben zu produzieren. Na, und ansonsten Glück in der Liebe und Weltfrieden und so ;-)
Christian:
Mein größtes Glück ist bzw. sind natürlich in erster Linie Gesundheit, Familie und Freunde. Das kann man nicht kaufen. Für alles andere ist der Erfolg mit der Musik zuständig. Also ein großer Wunsch ist es, Musik zu machen, bis ich nicht mehr atmen kann!
Levy:
Schwere Frage. Mein größtes Glück ist die Möglichkeit zu haben, die Welt zu bereisen. Ich war schon immer fasziniert von anderen Kulturen, Sprachen, Lifestyles
etc. Glücklicherweise habe ich einen Job, der mich nach Berlin brachte. Wir leben in Zeiten, in denen das möglich ist und das ist toll! Mein größter Wunsch ist mit einer Band auf Welttournee zu gehen, weil ich die Musik liebe und lebe. Mit Cosma Nova sind wir noch nicht ganz soweit, aber auf dem Weg dorthin!
Vielen Dank Maya, Sascha, Christian und Levy dass wir einen Blick in den Kosmos von Cosma Nova werfen durften. Für euren weiteren Weg wünsche ich euch viel Erfolg. Neuigkeiten über die Band gibt es auf der Homepage und über die sozialen Netzwerke.
Maya:
Wir sind eine deutschsprachige Pop/Rock-Band. Cosma Nova sind Sascha Blach (Gitarre, Songwriter, Produzent), Shahar Levy (Bass), Christian Sievers (Schlagzeug) und Maya Nikolic (Sängerin, Co-Writerin).
Sascha:
Oder um es etwas poetischer zu formulieren, wir sind das Sprachrohr für die Sterne und fassen deren Energie in für Menschen hörbare Musik ... ;-)
Gehen wir zurück ins Jahr 2011. Das Jahr in dem ihr euch kennen gelernt habt. Wie war das erste Aufeinandertreffen?
Maya:
Im Grunde wie ein Blind Date (grinst). Sascha und ich haben uns über eine Internet-Anzeige in einer Musikerkontaktbörse kennengelernt. Sascha war auf der Suche nach einer Sängerin, die ein paar Lieder für ihn einsingt. Ich habe die Anzeige gelesen und mich gemeldet. Dabei haben wir dann witzigerweise festgestellt, dass wir nur zwei Straßen auseinander wohnten. Wenn man weiß wie groß Berlin ist, ist das schon ein erstaunlicher Zufall. Bei unserem ersten Treffen im Café Nord in Pankow saß dann Rainald Grebe, ein Berliner Kabarettist, am Nachbartisch. Das
habe ich sofort als ein sehr gutes Zeichen gewertet.
Sascha:
Ein Song über das Café Nord als Schicksalsort steht also noch aus. Passt nur nicht so richtig in den Sternenkontext. Im Ernst, meinerseits war das damals eigentlich nur als reine Session-Geschichte angedacht, da ich keine weitergehenden Ambitionen hatte. Ich bin ansonsten eher im Metal-Bereich tätig, bin aber musikalisch sehr offen und so sind über die Jahre auch immer wieder eher poppige Ideen entstanden, die bei keiner anderen Band passten. Irgendwann überkam mich der Ehrgeiz, sie zumindest
mal mit einer Sängerin fertig zu stellen, damit sie nicht auf Lebzeit unvollendet in der Schublade liegen. Ich wollte keine weitere Band gründen, aber irgendwie
konnten Maya und ich nicht anders, weil die Chemie so gut stimmte. Das Ergebnis ist bekannt.
Also war Euer erstes Treffen ein erstaunlicher Zufall oder aber kosmische Vorherbestimmung, je nach Weltanschauung. Gemeinsam ging es mit dem Projekt „Maya im Wunderland“ los. Wie kam es zu Cosma Nova?
Maya:
Wir hatten beide nach 1,5 Jahren „Maya im Wunderland“ das Gefühl, dass wir uns musikalisch noch mal anders ausrichten wollten. Weg vom klassischen Pop hin zu Pop-Rock. Das lag uns beiden besser. Deshalb wurde dann auch eine Namensänderung fällig.
Sascha:
Ja, wir steckten so ein bisschen in der Sackgasse, da wir nicht mehr so recht voran kamen und in mir stellte sich immer mehr Unzufriedenheit mit einem Teil der
vorhandenen Songs ein. Dass dann teilweise sogar Schlager-Vergleiche kamen, war zu viel für mich, haha. Da war klar, dass wir noch mal neu starten mussten – diesmal deutlich rockiger und auch etwas melancholischer in der Grundanlage.
Cosma Nova ist jedoch nicht euer einziges Betätigungsfeld. Maya, du arbeitest auch als DJ. Sascha, du bist noch als Musikproduzent tätig und bist unter anderem auch mit „Eden weint am Grab“ unterwegs. Bleibt da immer die nötige Zeit für Cosam Nova? Für eure Auftritte und für neue Songs müsst ihr ja Proben.
Maya:
Die Zauberworte hier heißen eigentlich Organisation und Struktur. Aber auch ein bisschen Spontaneität. Manchmal muss man halt auch spontan proben können oder nochmals umstrukturieren. Aber alles in allem klappt es sehr gut. Es gibt natürlich Überschneidungen, aber erstaunlich wenige.
Sascha:
Ich frage mich manchmal selbst, wie ich nunmehr fünf verschiedene Projekte unter einen Hut bekomme. Vor allem, dass es mir doch immer wieder gelingt, mit allen Bands regelmäßig neues Material zu veröffentlichen und dass der kreative Fluss nie
versiegt. Davor habe ich manchmal etwas Angst, dass der Zeitpunkt kommt, an dem mir nichts mehr einfällt oder ich nichts mehr zu sagen habe. Bislang half mir die Tatsache, dass ich einerseits sehr schnell arbeiten kann und andererseits gut organisiert bin. Und solange eine der Bands nicht mal das ganze Jahr über unterwegs ist, geht es auch konzert- und probetechnisch immer irgendwie alles. Da hilft es auch, dass wir sehr zielorientiert proben und wenn das Live-Programm erstmal verinnerlicht ist nur noch zur Konzertvorbereitung im Proberaum zusammen kommen.
Im Oktober 2014 war es soweit – „Sternenstaub Inc.“. Die Songs waren abgemischt, das Album eingespielt. Wir war für euch der Augenblick als das Debüt Album erschien?

Maya:
Wir hatten ein Release Konzert einen Tag vor Veröffentlichung des Albums. Da haben wir mit vielen Freunden und Fans gefeiert. Einen Tag später wollten wir eigentlich auch noch eine Release Party machen, aber da kam kurzfristig ein Auftritt für Berlin leuchtet e.V. rein, den wir natürlich sehr gerne wahrgenommen
haben. Somit musste die Party weichen, wurde aber im Winter als Weihnachtsfeier nachgeholt.
Das Album beinhaltet auch den Song „Berlins Lichtermeer“. Mit dem dazugehörigen Video habt ihr den 1. Platz beim internationalen Musikvideoclip-Wettbewerb des Bundesverbandes deutscher Film-Autoren e.V. gewonnen. Auch wenn das schon eine Weile zurück liegt, hier nochmals meine Glückwünsche. Doch was bedeutet euch ganz persönlich Berlin?
Maya:
Berlin ist mittlerweile mein Zuhause. Ich lebe seit 10 Jahren in Berlin. Hier habe ich mir meine Arbeit und mein komplettes Umfeld aufgebaut.
Sascha:
Dito. Der Song ist eine Ode an die nächtliche Seite dieser schönen und so vielfältigen Stadt, deren alternativen und kulturellen Geist ich besonders schätze. Ich bin ähnlich lang wie Maya hier und möchte auch nicht mehr weg.
Eine Gemeinsamkeit. Ihr seid beide nicht in Berlin geboren und euer Weg hat euch beide in die Hauptstadt geführt. Doch zurück zur Musik. Die Menschen stecken bedauerlicherweise gerne in Schubladen. Das lässt sich eure Musik glücklicherweise nicht. Dafür gibt es zu viele Einflüsse. Doch welche Künstler inspirieren Euch?
Maya:
Meine absolute Lieblingsband sind The Eagles. Ich LIEBE diese Band, kann aber nicht sagen warum. War schon immer so. Ein Traum ist ein Live-Konzert. Leider
habe ich die beiden letzten Eagles-Berlin-Konzerte verpasst und hoffe, dass sie bald wieder kommen. Da bin ich dabei… und Christian übrigens auch (hat er mir
versprochen!). Meine absolute Lieblingssängerin ist Whitney Houston. Ich mochte auch immer sehr ihren Stil, der war so Lady-like. Ansonsten mag ich noch die Neue Deutsche Welle und hier natürlich ganz besonders Nena.
Sascha:
Ich mag keinen der von Maya genannten Künstler, haha. Wie schon erwähnt höre und mache ich viel Metal. Ich liebe aber auch Alternative/Indie, Classic Rock, tiefsinnige Pop-Musik, elektronische Klänge, Soundtracks, Folklore, Avantgarde, Trip-Hop etc. Bei Cosma Nova versuchen wir letzten Endes aber einfach, einprägsame, rockige Pop-Songs in unserem ganz eigenen Stil zu schreiben und uns nicht zu sehr von all den Einflüssen, die uns umgeben, verwirren zu lassen.
Sascha, du bist sozusagen der Mastermind der Band. Musik und Texte des Albums stammen aus deiner Feder. Vor allem die Texte sind tiefgründig und hinterfragen, es ist nicht einfach nur kurzweilige Unterhaltung. Wie wichtig ist es dir nicht nur seichte Popmusik zu schreiben?
Sascha:
Ja, wer mich etwas kennt, weiß, dass ich gar nicht anders kann, weil mein innerer Rebell sonst sofort auf die Barrikaden steigt. Ich bin ein Mensch, der vieles
hinterfragt und es gerne philosophisch und poetisch mag. Diese Seite von mir mit eher poppiger Musik zu verbinden, finde ich spannend, da mir der Großteil der
Popmusik da draußen in der Tat zu oberflächlich und nichtssagend ist.
Levy du bist - nennen wir es - das jüngste Bandmitglied. Wurdest du gut in die Cosma Nova Familie aufgenommen?

Levy:
Ich wurde sehr gut von den anderen Bandmitgliedern aufgenommen. Was mich aber wirklich überrascht hat, war wie gut und schnell mich die Cosma Nova Fans akzeptiert haben. Ich habe sehr viele Freundschaftsanfragen auf Facebook bekommen und einige fragen mich regelmäßig, wie es mir geht, was ich sehr cool finde. Ich freue mich über weitere Fan-Anfragen (und hoffe, dass es sie nicht stört,
dass ich viel in hebräisch poste).
Nach oben ist es eher ein langer und oftmals steiniger Weg. Es gibt Casting-Shows in denen Talente oft kurzfristig nach oben gepuscht werden und genau so schnell wieder in der Versenkung verschwinden. Welcher ist eurer Meinung nach der richtige Weg um wirklich Bestand zu haben?
Maya:
Ich denke, man braucht Ausdauer und einen sehr starken Willen. Zielstrebigkeit und Disziplin sind ebenso wichtige Faktoren. Über allem schwebt natürlich die Musik und die Kreativität.
Sascha:
Casting-Shows sind etwas für die breite Masse, um sie von sich selbst, den Problemen dieser Welt und wirklich tiefgehender Musik abzulenken. Brot und
Spiele. Ich würde mich weigern, uns in ein solches Format eingliedern zu lassen, weil dort nicht wirklich Individualität und Eigenständigkeit gefördert werden.
Es geht nicht darum, ernsthafte Künstler zu etablieren, sondern künstlich Emotionen zu kreieren, um möglichst hohe Quoten zu erzielen. Natürlich ist die Haltwertszeit und die Tiefe der Musik, die daraus hervor geht, meist sehr gering. Wir sinnieren oft darüber, wie man erfolgreich werden kann, ohne sich verbiegen zu müssen, denn es wird angesichts der großen Fülle an Musik immer schwieriger, auf sich aufmerksam zu machen. Von daher denke ich auch, dass es der einzige Weg ist, konstant weiterzumachen und den Weg in kleinen Schritten zu gehen bzw. weiterhin zu hoffen, irgendwann zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein.
Um mal ein Sprichwort einzuwerfen - Das Klappern gehört zum Handwerk - oder anders gesagt: Publicity gehört zum Business auf alle Fälle dazu. Ist das aber wirklich so?
Maya:
Publicity ist ein weitgefächerter Begriff. Wenn Du jetzt meinst, dass über die Band in verschiedenen Medien berichtet wird, ist das klar. Wenn Du meinst, dass auch möglichst viel vom Privatleben der Bandmitglieder bekannt sein sollte, schränke ich
das gerne ein. Klar gibt es Dinge, die auch in die Öffentlichkeit gelangen, aber z.B. in der Öffentlichkeit über Intimitäten sprechen, die dort eigentlich nicht hingehören, nur um Publicity zu haben... nee... ich glaube da sind wir uns einig, dass wir das alle
nicht wollen.
Sascha:
Ich denke, Maya ist ganz gut darin, Publicity für die Band zu generieren, denn sie hat die sozialen Netzwerke fest in ihrer Hand ;-) Publicity im Sinne von Präsenz ist natürlich wichtig, denn man kann noch so gute Songs schreiben, von alleine werden sie die Welt eher selten erobern. Daher immer schön laut schreien, wie die Marktschreier, haha. Ich bin eher der stille Typ, der sich gerne aus der Öffentlichkeit
zurückhält, daher bin ich sehr froh, dass Maya das sehr gut kann. Also nicht das Schreien, sondern soziale Netzwerke füttern.
In diesem Punkt ergänzt ihr euch wunderbar. Je erfolgreicher und bekannter ihr aber werdet umso mehr ist die Öffentlichkeit auch an eurem Privatleben interessiert. Die Neugier der Menschheit ist halt ein Urinstinkt. Es gibt aber Möglichkeiten – entweder man schottet das komplett ab oder lebt „öffentlich“. Was ist bei euch wahrscheinlicher?
Maya:
Wahrscheinlich ist eine Mischung aus beidem. Bestimmte Themen ja, andere nein.
Sascha:
In meinem Fall komplette Abschottung, mein Privatleben geht niemanden etwas an. Ich mag den Personenkult nicht, der um viele Musiker gemacht wird, auch wenn es irgendwie normal scheint. Denn nur weil jemand gute Musik macht, heißt es nicht,
dass er/sie ein besserer oder interessanterer Mensch ist. Ich lasse daher gerne die Musik für sich sprechen.
Die Musikbranche hat sich im Zeitalter der digitalen Medien sehr verändert. Es werden mehr Downloads getätigt. Physische Musikträger scheinen immer mehr an Bedeutung zu verlieren. Immer wenn ich in Straßburg unterwegs bin denke ich an Virgin zurück, die Musikgeschäfte des Plattenlabels wurden in Frankreich seit längerer Zeit geschlossen. In Süddeutschland gingen vor Jahren schon die Lichter in den Filialen von WOM (World of Music) aus. Den typischen Plattenladen um die Ecke gibt es so gut wie gar nicht mehr. Wie seht ihr diese Entwicklung?
Maya:
Irgendwie schade ist es

schon. Ich erinnere mich auch noch daran, wie ich als Teenie im CD-Laden stand und jede einzelne CD in die Hand genommen und angeguckt habe. Manchmal mache ich das heute noch, aber eher selten. Ich gebe zu, ich bin sehr auf Plattformen wie iTunes umgestiegen, einfach weil es so schön schnell ist. Mir gefällt ein Song und schwupp-di-wupp hab ich ihn auf dem Rechner. Als DJ ist es Traum! Nichtsdestotrotz finde ich unsere Entscheidung ein komplettes Album (keine EP!) als physische CD rauszubringen total toll! Wenn man das eigene Werk in der Hand hält, das hat schon was!
Sascha:Ja, ich bin da eher noch von der alten Schule und hole mir lieber CDs. Downloads habe ich in meinem Leben erst ein bis zwei Mal gekauft. Ich fände es
bedauernswert, wenn der physische Tonträgermarkt irgendwann komplett wegfallen würde, denn für mich gehört zu einem guten Album auch immer ein Booklet, das ich dazu durchblättern kann, und dass ich es mir ins Regal stellen kann. Ebenso wie Maya mag ich komplette Alben, denn sie sind immer der Spiegel einer bestimmten Zeit. Die Songs gehören einfach zusammen und man macht sich ja auch Gedanken
bei der Zusammenstellung, damit eine bestimmte Spannungskurve entsteht.
In der heutigen schnelllebigen Gesellschaft ist vieles was gerade In ist morgen wieder Out und vergessen. In der Musikbranche sieht es nicht viel anders aus. Die Menschen werden schnell überdrüssig. Ein digitaler Download ist da schnell gelöscht und vergessen. Jedoch eine CD oder Vinylplatte wird nicht so schnell entsorgt. Nach Jahren kramt man sie wieder heraus und findet. Hey, das ist tolle Musik. Was macht eurer Meinung nach Songs aus, die man auch noch nach Jahren hören möchte?
Maya:
Für mich müssen Text und Melodie einfach gut zusammen passen. Wenn mir ein Song musikalisch gefällt und er dann auch noch einen super schönen Text hat, bin ich Fan und kann ihn immer wieder hören. Er muss mich einfach emotional berühren oder ich muss mich in den Texten wiedererkennen. Dann entsteht automatisch eine Verbindung.
Sascha:
Für mich ist eine gewisse Tiefe dazu noch wichtig, dass man auch nach mehrmaligem Hören noch kleine Details entdecken kann. Aber insgesamt sind es bei
mir eher komplette Alben, die ich immer wieder rauskrame als einzelne Songs.
Live Auftritte sind Euch wichtig. Neben Berlin und Hamburg steht nun bald Nauheim auf dem Programm? Maya deine Heimatstadt, die du immer mal wieder besuchst. Freust du dich auf den Auftritt?
Maya:
Ja, sehr! Ich habe 20 Jahre in Nauheim gelebt, bin dort aufgewachsen, bin meine ersten musikalischen Schritte gegangen. Ich verdanke Nauheim viel und freue mich viele Freunde, Bekannte und „alte“ Schulkollegen beim Konzert zu treffen.
Werden wir Euch im Lauf des Jahres auch noch in anderen Städten live erleben dürfen?
Maya:
Wir arbeiten daran... ;)
Könnt ihr Euch auch vorstellen als Support einer „großen Band“ mit auf Tournee zu gehen um weitere Fans zu gewinnen?
Maya:
Ja klar. Wenn es musikalisch passt, hätten wir sicher großen Spaß daran, eine bereits bekannte Band zu supporten.
Sascha:
Dies schließt an die Frage nach dem steinigen Weg zum Erfolg an, denn solche Touren im Vorprogramm einer großen Band sind für jeden Newcomer dankbar, um ein größeres Publikum zu erreichen. Leider spielt da aber auch immer die Politik von Seiten der Booking-Agenturen und Plattenlabels eine Rolle, so, dass es etwas Glück und Connections braucht, um irgendwo reinzurutschen.
Ja, mit der Frage schließt sich auch langsam der Kreis. Ein neues Album ist in Arbeit. Bis zum Erscheinen wird noch eine ganze Zeit vergehen. Viele Künstler veröffentlichen im Vorfeld eine Single. Bei „Sternenstaub Inc.“ hat es das nicht gegeben. Wie sieht das beim kommenden Werk aus um den Fans die Wartezeit zu verkürzen?
Maya:
Darüber denken wir gerade noch nicht nach. Noch sind wir im Jahr 1 nach Veröffentlichung des ersten Albums. Klar denken wir schon an ein zweites und das
eine oder andere Lied entsteht schon und wird auch bei zukünftigen Live-Konzerten schon zu hören sein, aber ob wir das vorher veröffentlichen, das ist noch
Zukunftsmusik.
Sascha:
Genau genommen stehen erst eineinhalb Lieder. Ich weiß noch nicht, wann wir dazu kommen, an mehr zu arbeiten. Aber bislang war es bei mir immer so, dass die Zeit für ein bestimmtes Album irgendwann einfach reif war und dann kann es mitunter ganz schnell gehen. Ich lass mich selbst überraschen. Momentan steht bei mir aber erstmal die Arbeit an anderen Werken im Fokus.
Mal aus dem Nähkästchen geplaudert. Wird das neue Album auch gemeinsam geschriebene Songs beinhalten?
Maya:
Für mich sind alle unsere Songs gemeinsame Babys, auch wenn Sascha sie schreibt. Ich bin ja am Prozess beteiligt. Es ist wie bei einem echten Baby: einer macht die Geburt und dann kümmern sich beide darum, dass es groß wird. ;)
Sascha:
Eh, jetzt Gerüchte aufkommen, wir haben keinen Sex im Studio, haha.
Maya:
Das war jetzt eine sogenannte Steilvorlage... hahaha. Christian denkt jetzt: Warum eigentlich nicht? Hahaha...

Christian:
Auch im Studio gilt: Erst die Arbeit, dann der Rock’n Roll. Oder umgekehrt?
Sascha:
Jeder hat eben so seine eigenen Talente. Mir gehen Songs und Texte leicht von der Hand. Das ist eine schöne Gabe, für die ich sehr dankbar bin. Maya dagegen ist gut darin, das Ganze nach außen zu tragen, sie kümmert sich um Public Relations,
macht Promotion, organisiert - ist der Motor, der uns immer wieder antreibt. Ich finde, das ist für eine Band genau so wichtig, denn es geht um mehr als nur um die Musik. Von daher wird sich auch grundsätzlich nichts an unserer Arbeitsweise ändern, schätze ich. Aber wer weiß?
Die Frage zum Schluss. Was ist das größte Glück und was ein großer Wunsch von jedem Einzelnen von euch?
Maya:
Das größte Glück ist für mich eine Familie zu haben und meine Berufung erfüllt ausleben zu dürfen und dabei materielle Sicherheit zu haben. Mein großer Wunsch ist, dass mich die Musik mein Leben lang trägt. Leicht wie eine Feder.
Sascha:
Dass die Kreativität nicht versiegt und ich physisch sowie psychisch und finanziell in der Lage bin, weiterhin viele Alben zu produzieren. Na, und ansonsten Glück in der Liebe und Weltfrieden und so ;-)
Christian:
Mein größtes Glück ist bzw. sind natürlich in erster Linie Gesundheit, Familie und Freunde. Das kann man nicht kaufen. Für alles andere ist der Erfolg mit der Musik zuständig. Also ein großer Wunsch ist es, Musik zu machen, bis ich nicht mehr atmen kann!
Levy:
Schwere Frage. Mein größtes Glück ist die Möglichkeit zu haben, die Welt zu bereisen. Ich war schon immer fasziniert von anderen Kulturen, Sprachen, Lifestyles
etc. Glücklicherweise habe ich einen Job, der mich nach Berlin brachte. Wir leben in Zeiten, in denen das möglich ist und das ist toll! Mein größter Wunsch ist mit einer Band auf Welttournee zu gehen, weil ich die Musik liebe und lebe. Mit Cosma Nova sind wir noch nicht ganz soweit, aber auf dem Weg dorthin!
Vielen Dank Maya, Sascha, Christian und Levy dass wir einen Blick in den Kosmos von Cosma Nova werfen durften. Für euren weiteren Weg wünsche ich euch viel Erfolg. Neuigkeiten über die Band gibt es auf der Homepage und über die sozialen Netzwerke.
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