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Sonntag, 27. Januar 2013
klauspfrommer, 21:48h
5. Kapitel
Eigentlich wollte Elke schon bei Anita anrufen. Doch dann fiel ihr ein, dass die Frau sich heute mit Markus treffen wollte. Sie konnte ihre Freundin nicht verstehen. Was Anita ihr gestern nochmals in Einzelheiten berichtet hatte war schockierend für sie. Eigentlich hatte sie von ihrer Freundin mehr erwartet als dass sie Markus verzeihen würde. Sie hatte ihn schließlich verraten. Später ihm verziehen. Warum aber nur? Anita hätte auch einen anderen Mann haben können. Sie sah nicht schlecht aus - hatte eine gute Figur.
Elke war vor ihren Problemen aus Freiburg geflüchtet, anstatt sich ihnen zu stellen. Dafür musste sie Anita bewundern. Die Frau stellte sich dem Leben.
'Das muss sie wissen', dachte sich Elke noch. Dann verschwendete sie keinen weiteren Gedanken daran.
Um den sonnigen Tag zu genießen wollte sie nach Calw fahren. In der kleinen Stadt war sie schon seit langem nicht mehr gewesen. Sie wollte sehen ob sich etwas verändert hatte. Also setzte sie sich in ihr Auto und fuhr über Oberreichenbach und Hirsau nach Calw. Dort angekommen stellte sie ihren Wagen auf dem Parkplatz in der Nähe des Kinos ab. Es war endgültig geschlossen worden. Das wunderte die Frau auch nicht. Sie hatte sich vor langer Zeit das letzte Mal einen Film dort angesehen. Das Bild war miserabel und der Ton war nicht viel besser.
Ihre Sommerjacke ließ sie im Auto liegen. Es war herrlich warm und sonnig. Sie verließ den Parkplatz und ging über die Brühlbrücke in die Lederstraße. Die Straße war inzwischen zur verkehrsberuhigten Zone erklärt worden. Das empfand Elke als sehr angenehm. So etwas war sie von Freiburg her gewohnt. Nun schlenderte die junge Frau an den Geschäften vorbei und betrachtete die Auslagen in den Schaufenstern. In einem Cafe in der Nähe des Marktplatzes setzte sie sich hin und bestellte sich ein Eis. Sie wunderte sich, dass das Lokal nur an wenigen Tischen besetzt war.
Nachdem sie in Ruhe das Eis genossen und bezahlt hatte ging sie weiter. Sie wandelte über den Marktplatz und kam an einer Bank vorbei. Gerade kam ein Kunde heraus. Er hatte wohl gerade am Bankomaten Geld abgehoben. Eigentlich hätte sie den Mann nicht weiter beachtet, wenn es nicht Markus gewesen wäre. Sie erkannte ihn sofort. Nicht nur, weil er der Freund von Anita war, sondern auch weil er in derselben Schulklasse wie sie gewesen war. Er kam auf sie zu.
"Hallo Markus", grüßte Elke ihn.
Er schien überrascht zu sein. Nein, nicht überrascht. Es schien ihm peinlich zu sein Elke zu begegnen. Es war als hätte sie ihn bei etwas überrascht, das besser unentdeckt geblieben wäre.
"Grüß’ dich Elke", sagte er nur und ging mit gesenktem Kopf weiter.
"Das ist ja merkwürdig", flüsterte Elke vor sich hin, "ich muss wissen, wohin er geht."
Die Frau spielte gerne Privatdetektivin. Es war ein Hobby dem sie gerne frönte.
Sie drehte sich um und blickte Markus nach, der gerade um eine Ecke verschwand. Elke ging ihm hinterher. An der Ecke blieb sie kurz stehen und lugte drum herum. Er verschwand in einem Haus. Sie ging darauf zu und erkannte sofort, dass es sich um eine Spielhalle handelte. Das kam ihr nicht weiter merkwürdig vor und sie ging daran vorüber. Im Vorbeigehen blickte sie durch die geöffnete Tür und sah wie er vor einem Geldspielgerät saß. Die Frau konnte nicht verstehen, was die Leute daran fanden an solchen Geräten zu spielen, verurteilte sie aber nicht.
Elke wunderte sich allerdings darüber, dass Anita nicht bei ihm war. Eigentlich wollten die Beiden sich heute treffen. Das war merkwürdig. Sie überlegte sich ob sie zu Markus hingehen und nachfragen sollte, ob etwas passiert war. Sie war schon drauf und dran die Spielhalle zu betreten, da überlegte sie es sich doch noch einmal anders. Statt das Gebäude zu betreten wandte sie sich um und ging weiter. Über eine schmale Gasse gelangte sie auf die Lederstraße. Immer wieder kamen alte Erinnerungen und Erlebnisse in ihr Gedächtnis. Markus hatte sie bald vergessen.
Calw war ein kleines Städtchen und so kehrte sie schließlich zum Parkplatz zurück. Sie machte sich auf den Weg nach Hause. Dort gab es immer noch viel Arbeit. Trotz der Hilfe von Anita war noch einiges in der Küche zu tun. Das wollte sie nach einer gemütlichen Tasse Kaffee in Angriff nehmen.
Eigentlich wollte Elke schon bei Anita anrufen. Doch dann fiel ihr ein, dass die Frau sich heute mit Markus treffen wollte. Sie konnte ihre Freundin nicht verstehen. Was Anita ihr gestern nochmals in Einzelheiten berichtet hatte war schockierend für sie. Eigentlich hatte sie von ihrer Freundin mehr erwartet als dass sie Markus verzeihen würde. Sie hatte ihn schließlich verraten. Später ihm verziehen. Warum aber nur? Anita hätte auch einen anderen Mann haben können. Sie sah nicht schlecht aus - hatte eine gute Figur.
Elke war vor ihren Problemen aus Freiburg geflüchtet, anstatt sich ihnen zu stellen. Dafür musste sie Anita bewundern. Die Frau stellte sich dem Leben.
'Das muss sie wissen', dachte sich Elke noch. Dann verschwendete sie keinen weiteren Gedanken daran.
Um den sonnigen Tag zu genießen wollte sie nach Calw fahren. In der kleinen Stadt war sie schon seit langem nicht mehr gewesen. Sie wollte sehen ob sich etwas verändert hatte. Also setzte sie sich in ihr Auto und fuhr über Oberreichenbach und Hirsau nach Calw. Dort angekommen stellte sie ihren Wagen auf dem Parkplatz in der Nähe des Kinos ab. Es war endgültig geschlossen worden. Das wunderte die Frau auch nicht. Sie hatte sich vor langer Zeit das letzte Mal einen Film dort angesehen. Das Bild war miserabel und der Ton war nicht viel besser.
Ihre Sommerjacke ließ sie im Auto liegen. Es war herrlich warm und sonnig. Sie verließ den Parkplatz und ging über die Brühlbrücke in die Lederstraße. Die Straße war inzwischen zur verkehrsberuhigten Zone erklärt worden. Das empfand Elke als sehr angenehm. So etwas war sie von Freiburg her gewohnt. Nun schlenderte die junge Frau an den Geschäften vorbei und betrachtete die Auslagen in den Schaufenstern. In einem Cafe in der Nähe des Marktplatzes setzte sie sich hin und bestellte sich ein Eis. Sie wunderte sich, dass das Lokal nur an wenigen Tischen besetzt war.
Nachdem sie in Ruhe das Eis genossen und bezahlt hatte ging sie weiter. Sie wandelte über den Marktplatz und kam an einer Bank vorbei. Gerade kam ein Kunde heraus. Er hatte wohl gerade am Bankomaten Geld abgehoben. Eigentlich hätte sie den Mann nicht weiter beachtet, wenn es nicht Markus gewesen wäre. Sie erkannte ihn sofort. Nicht nur, weil er der Freund von Anita war, sondern auch weil er in derselben Schulklasse wie sie gewesen war. Er kam auf sie zu.
"Hallo Markus", grüßte Elke ihn.
Er schien überrascht zu sein. Nein, nicht überrascht. Es schien ihm peinlich zu sein Elke zu begegnen. Es war als hätte sie ihn bei etwas überrascht, das besser unentdeckt geblieben wäre.
"Grüß’ dich Elke", sagte er nur und ging mit gesenktem Kopf weiter.
"Das ist ja merkwürdig", flüsterte Elke vor sich hin, "ich muss wissen, wohin er geht."
Die Frau spielte gerne Privatdetektivin. Es war ein Hobby dem sie gerne frönte.
Sie drehte sich um und blickte Markus nach, der gerade um eine Ecke verschwand. Elke ging ihm hinterher. An der Ecke blieb sie kurz stehen und lugte drum herum. Er verschwand in einem Haus. Sie ging darauf zu und erkannte sofort, dass es sich um eine Spielhalle handelte. Das kam ihr nicht weiter merkwürdig vor und sie ging daran vorüber. Im Vorbeigehen blickte sie durch die geöffnete Tür und sah wie er vor einem Geldspielgerät saß. Die Frau konnte nicht verstehen, was die Leute daran fanden an solchen Geräten zu spielen, verurteilte sie aber nicht.
Elke wunderte sich allerdings darüber, dass Anita nicht bei ihm war. Eigentlich wollten die Beiden sich heute treffen. Das war merkwürdig. Sie überlegte sich ob sie zu Markus hingehen und nachfragen sollte, ob etwas passiert war. Sie war schon drauf und dran die Spielhalle zu betreten, da überlegte sie es sich doch noch einmal anders. Statt das Gebäude zu betreten wandte sie sich um und ging weiter. Über eine schmale Gasse gelangte sie auf die Lederstraße. Immer wieder kamen alte Erinnerungen und Erlebnisse in ihr Gedächtnis. Markus hatte sie bald vergessen.
Calw war ein kleines Städtchen und so kehrte sie schließlich zum Parkplatz zurück. Sie machte sich auf den Weg nach Hause. Dort gab es immer noch viel Arbeit. Trotz der Hilfe von Anita war noch einiges in der Küche zu tun. Das wollte sie nach einer gemütlichen Tasse Kaffee in Angriff nehmen.
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